bAV: DAX-Konerze spendierfreudig

04.04.14 08:00

Hohe bAV-Dotierungen im DAX

Von Andreas Knoch

Die 30 Firmen aus dem deutschen Aktienoberhaus DAX haben im vergangenen Jahr 8,5 Milliarden Euro in ihre Pensionsvehikel eingeschossen. Zusammen mit der ordentlichen Kapitalanlagerendite ist die „Pensionslücke“ gegenüber 2012 wieder gesunken.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hält 2013 den bAV-Dotierungsrekord mit 2,1 Milliarden Euro.

Die 30 DAX-Unternehmen haben im vergangenen Jahr insgesamt 8,5 Milliarden Euro in ihre Pensionswerke eingeschossen. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Beratungshauses Towers Watson hervor. Mit 2,1 Milliarden Euro hat die Deutsche Bank die höchste Dotierung für ihre Pensionspläne getätigt, gefolgt von Eon mit 1,1 Milliarden Euro, der Lufthansa mit 0,7 Milliarden Euro und Volkswagen mit 0,6 Milliarden Euro. Daimler und Siemens brachten jeweils 500 Millionen Euro in ihre Pensionswerke ein.

Die Gründe für die Spendierfreude der Konzerne sind vielfältig: „Wir wollten mit dem Schritt unsere Liquiditätsposition optimieren. Prinzipiell versuchen wir im Konzern, überschüssige Liquidität zu vermeiden, da wir damit unsere Kapitalkosten zurzeit nicht verdienen können“, erklärt ein Treasurer. Neben einer Bilanzverkürzung und der zusätzlichen Absicherung der Pensionszusagen können die Unternehmen auf die eingebrachten Mittel auch höhere Investmenterträge erzielen. Denn die Anlagerichtlinien der Pensionsvehikel erlauben es in der Regel, in höher rentierliche Assetklassen und in längere Durationen zu investieren.

Zusammen mit der günstigen Kapitalmarktlage, die eine durchschnittliche Rendite auf das Pensionsvermögen von 5,1 Prozent ermöglichte, ist die „Pensionslücke“ im DAX gegenüber 2012 wieder gesunken: Pensionsvermögen von 198 Milliarden Euro standen Verpflichtungen von 303 Milliarden Euro gegenüber. Damit sind zurzeit 65 Prozent der DAX-Pensionsverpflichtungen mit Vermögenswerten gedeckt – ein Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber 2012.

Knoch[at]derTreasurer.de