Volatiler Jahresbeginn

20.04.16 08:00

Schwellenländeranleihen als Beimischung

Von Antonia Kögler

Die Renditen von Schwellenländeranleihen lassen sich sehen. Doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen.

Im Zentrum der Diskussion um baldige Staatspleiten: Caracas in Venezuela

Venezuela_CaracasAlfredo Allais/iStock/Thinkstock/Getty Images

Im Zentrum der Diskussion um baldige Staatspleiten: Caracas in Venezuela

In der derzeitigen Zinssituation suchen viele Investoren nach Anlageklassen, die noch Rendite bringen. Eine davon sind Schwellenländeranleihen, die allerdings auch mit einem deutlich höheren Risiko behaftet sind. Dass die Assetklasse nichts für schwache Nerven ist, zeigt ein Blick auf die Renditen. Staatsanleihen aus Schwellenländern bringen laut dem Emerging Market Bond Index von JP Morgan rund 6 Prozent.

Diese Assetklasse hat in den zehn Jahren zwischen 2004 und 2014 etwa so viel erbracht wie High-Yield-Bonds auf dem US-Markt, bei ähnlicher Volatilität, sagt Marco Ruijer, der für NN Investment Partners den Schwellenländeranleihefonds in harten Währungen, also hauptsächlich Dollar-Emissionen, verwaltet.

Schwellenländeranleihen: Strategie mit Risiko

Wer diese Benchmarks schlagen will, müsse allerdings noch mehr Risiko eingehen. „Wir haben eine Strategie, die durchaus bullish ist“, sagt Marco Ruijer. In seinem Fonds sind derzeit zum Beispiel die Bonds von Ländern wie Argentinien und Brasilien stärker gewichtet. Auch Venezuela zählt dazu, obwohl viele Beobachter bereits über einen baldigen Staatsbanktrott des Landes spekulieren.

Wie Corporates sich bei dieser Assetklasse verhalten und wie sich das Marktsegment in der nächsten Zeit entwickeln wird, lesen Sie im aktuellen E-Magazin von DerTreasurer.

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