Scharfer Wettbewerb verhindert Prämienanhebungen

28.02.13 14:54

Stabile Versicherungsprämien

Von Andreas Knoch

Die Prämien für Industrieversicherungen in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) bleiben trotz der weltweiten Schäden, die die Versicherungsbranche 2012 zu tragen hatte, weitgehend stabil.

Die Prämien für Industrieversicherungen bleiben stabil.

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Die Prämien für Industrieversicherungen bleiben stabil.

Diese Einschätzung vertritt der Versicherungsmakler und Risikoberater Marsh in dem jüngst veröffentlichten Insurance Market Report 2013. Unternehmen mit einem attraktiven Risikoprofil und einer guten Schadenhistorie könnten sogar auf sinkende Versicherungsprämien hoffen. Für Deutschland gelte das insbesondere in der Haftpflichtversicherung. In diesem Marktsegment sorge der hohe Wettbewerb unter den Versicherern für attraktive Konditionen, so Marsh.

Knappe Kapazitäten, hohe Prämien

Dagegen würden die Kapazitäten in den Bereichen Heilwesen und planende Berufe zunehmend knapper, was steigende Versicherungsprämien nach sich ziehe. Mit um bis zu 10 Prozent anziehenden Prämien müsste zudem die Finanzbranche rechnen, die die Sorgen um die Euro-Zone und die aufsichtsrechtlichen Rahmen - bedingungen die Versicherer zu erhöhter Vorsicht zwängen.

Nach Angaben des Versicherungsmaklers Marsh bestehe eine anhaltend hohe Nachfrage nach Warenkreditversicherungen in den EMEA-Ländern. Wegen des starken Wettbewerbs unter den Warenkreditversicherern sind die Prämien aber auch im vierten Quartal in Folge unverändert geblieben. Versicherungsschutz in den Euro-Krisenländern sei wegen der hohen Risiken allerdings kaum zu bekommen oder prohibitiv teuer.

Knoch[at]derTreasurer.de