Asset Allokation: Unternehmensanleihen gefragt

17.09.13 12:07

Versicherer verdoppeln Corporate-Bonds-Quote

Von Andreas Knoch

Die Assekuranz hat den Anteil von Unternehmensanleihen in ihren Portfolios seit Mai 2011 verdoppelt. Auf der Suche nach Rendite schrecken viele Versicherer auch vor schwächeren Bonitäten nicht mehr zurück.

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Der Anteil von AAA-Anleihen in den Portfolien von Versicherern ist binnen zwei Jahren von 45 auf 19 Prozent gesunken.

Versicherungen haben in den vergangenen zwei Jahren ihre Corporate-Bonds-Quote mit gut 23 Prozent mehr als verdoppelt. Das geht aus einer Analyse von Universal-Investment (UI) hervor, bei der die Veränderungen in den Fondsportfolien der Assekuranz zwischen Mai 2011 und Mai 2013 untersucht wurden. UI zufolge stieg die zusammengefasste Rentenquote der untersuchten Fondsanlagen im Untersuchungszeitraum dagegen nur leicht um 2 Prozentpunkte auf 77 Prozent.

Die höhere Allokation von Unternehmensanleihen geht vor allem auf Kosten von Pfandbriefen und Covered Bonds, deren Anteil um 6,5 Prozentpunkte auf nur noch knapp 16 Prozent zurückgefahren wurde. Darüber hinaus deuten sowohl die Länderallokation als auch die Ratings auf eine Verschiebung in Richtung „Kerneuropa ex-Deutschland“ hin. Dominierten bei den Bonitätsnoten vor zwei Jahren noch AAA-Anleihen mit über 45 Prozent, liegt ihr Anteil heute bei nur noch 18,6 Prozent. Im Gegenzug haben sich Anleihen mit einem BBB-Rating auf 13,3 Prozent verdoppelt.

Die Aktienquote war laut UI trotz der zuletzt positiven Marktentwicklung rückläufig: Sie fiel von 14,8 (2011) auf 12,7 Prozent (2013). „Dies könnte daran liegen, dass Versicherer im Vorgriff auf Solvency-II volatile Anlagen in ihren Portfolios eher zurückfahren“, erklärte Ralf Bräuer, Leiter des institutionellen Geschäfts bei UI.

Knoch[at]derTreasurer.de