Pensionsfondsrichtlinie unter Beschuss

24.04.14 06:37

Vfpk kritisiert IORP-II-Entwurf

Von Andreas Knoch

Der Verband der Firmenpensionskassen fürchtet, dass durch die unscharfen Formulierungen zum Risikomanagement in der IORP-II-Richtlinie schärfere Eigenkapitalanforderungen für EbAV durch die Hintertür eingeführt werden.

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EU-Kommission in Brüssel

Der Verband der Firmenpensionskassen (Vfpk) hat den von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf für die Überarbeitung der IORP-II-Richtlinie kritisiert. Zwar sei es zu begrüßen, dass die EU-Kommission darauf verzichtet, neue quantitative Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung zu formulieren. Auch könne man mit vielen Regelungen für grenzüberschreitend tätige Pensionskassen und zur Governance leben. Doch durch die unscharfen Formulierungen zum Risikomanagement bestünde die Gefahr, dass Solvency II und damit schärfere Eigenkapitalanforderungen bei den Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge (EbAV) doch noch eingeführt würden, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Vieles deute darauf hin, dass in Europa, insbesondere bei der Versicherungsaufsicht Eiopa, weiter auf eine Anwendung von Solvency II auf regulierte Pensionskassen hingearbeitet werde. „Die Passagen zum Risikomanagement sind sehr vage formuliert. Es besteht die große Gefahr, dass Solvency II hier durch die Hintertür eingeführt wird“, warnte Vfpk-Vorstand Helmut Aden.


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