Metzler: höhere Zinsen als bei Geldmarktfonds

03.09.15 09:42

Wertsicherungsfonds als Anlagealternative

Von Antonia Kögler

Im Niedrigzinsumfeld sind Treasurer ständig auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten bei der Geldanlage. Eine davon sind Wertsicherungsfonds, bei denen die Finanzverantwortlichen individuelle Risikobudgets festlegen können.

Wertsicherungsfonds als Anlagealternative

solarseven/iStock/Thinkstock/Getty Images

Das Prinzip der Wertsicherungsfonds basiert auf reinen Marktdaten.

Für Treasurer, die große Summen möglichst liquide anlegen wollen, ist das Niedrigzinsumfeld weiter eine große Herausforderung. Einige Treasurer entscheiden sich deshalb für sogenannte Wertsicherungsfonds. „Mit den Wertsicherungslösungen von Metzler Asset Management lassen sich nach den Kosten Erträge von rund 1 bis 1,5 Prozent über dem Zinsniveau von Geldmarktfonds erreichen, und das bei einer Wertuntergrenze von 98 Prozent“, sagt Daniel Theilen, Portfolio-Manager bei Metzler Asset Management. Derzeit legen rund 50 Unternehmen insgesamt etwa 3 Milliarden Euro in dieser Anlageform bei Metzler an. Die Fonds investieren in Geldmarktpapiere und über Futures auch in Aktien und Staatsanleihen.

Neben Spezialfonds bietet Metzler diese Lösung auch in Publikumsfonds mit unterschiedlichen Wertuntergrenzen an. Deren Kosten beginnen bei 40 Basispunkten. Dafür versprechen die Fonds auch eine entsprechende Rendite. Das Verhältnis der einzelnen Assets hängt davon ab, welches Risikobudget die Treasurer erlauben und wie sich die Märkte gerade entwickeln. Treasurer können eine Wertuntergrenze einziehen, also einen Schwellenwert, den das angelegte Vermögen nach Ablauf eines Jahres nicht unterschreiten soll. „Bei den Spezialfonds legen die Unternehmen die Wertuntergrenzen meist zwischen 95 und 98 Prozent des eingesetzten Kapitals fest“, erklärt Theilen. Es ist allerdings zu beachten, dass die Einhaltung dieser Grenze nicht garantiert ist.

Das Prinzip Optionsreplikation

Bei Fonds mit einer Wertuntergrenze bei 98 Prozent bleibt ein Risikobudget von 2 Prozent des Anlagevermögens, das in risikoreichere und damit auch renditestärkere Assets investiert werden kann. Die Allokation erfolgt nach einem speziellen Wertsicherungsprinzip. „Bei Metzler funktioniert das nach der sogenannten Optionsreplikation“, erläutert Theilen. „Wir stellen nach, wie sich zum Beispiel eine an den Dax gekoppelte Option verhalten würde.“ Mit jedem Punkt, um den der Dax fällt, falle auch die Quote der Aktien im Portfolio. Damit ist der Prozess rein regelbasiert. Prognosen oder Markteinschätzungen spielen bei der Allokation keine Rolle, lediglich die tatsächliche Marktentwicklung ist entscheidend. „Bei dieser Art der Fonds verzichten wir also auf die großen Wetten, schaffen es allerdings doch, eine Rendite über dem Geldmarktniveau zu erzielen“, so Theilen.

Koegler[at]derTreasurer.de