Weitere Banken treten bei

29.06.16 10:33

Swift nennt Details zur Innovationsinitiative im Zahlungsverkehr

Von Sabine Paulus

Swift will einen einheitlichen Standard im Korrespondenzbankengeschäft etablieren. Über 70 Banken haben sich inzwischen der Initiative angeschlossen. Für Treasurer dürfte damit der weltweite Zahlungsverkehr deutlich einfacher werden.

Swift will über eine Innovationsinitiative den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinfachen.

Pogonici/iStock/Thinkstock/Getty Images

Swift will über eine Innovationsinitiative den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinfachen.

Treasurer haben beim weltweiten Zahlungsverkehr noch große Hürden zu überwinden. Dem will Swift abhelfen und den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinfachen. Hierfür hat der Finanznachrichtendienstleister eine Initiative ins Leben gerufen, der sich inzwischen weltweit 73 Banken angeschlossen haben. „Zusammengenommen stehen diese Banken für nahezu 75 Prozent aller grenzüberschreitenden Zahlungen über das Swift-Netzwerk“, sagt Wim Raymaekers, Global Head of Banking Market und Projektleiter der Initiative bei Swift. Dem Finanznachrichtendienstleister zufolge melden sich jeden Tag weitere Banken an, weshalb Swift von einer guten Abdeckung zum Start des Services ausgeht.

Das Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung einheitlicher Standards im Korrespondenzbankengeschäft.  Die teilnehmenden Banken verpflichten sich dabei, diverse Geschäftsordnungsregeln bei grenzüberschreitenden Zahlungen einzuhalten.

Für die Treasurer soll dadurch der weltweite Zahlungsverkehr deutlich leichter werden: Sie können die Gelder taggleich nutzen, erhalten einen Überblick über die tatsächlich anfallenden Gebühren und bekommen seitens der Banken umfassende Zahlungsinformationen übermittelt. Gerade bei exotischen Währungen ins außereuropäische Ausland ist dies für die Treasurer international tätiger Unternehmen nicht selbstverständlich.

Treasurer erhalten Überblick durch Tracking-Service für Zahlungen

Diese Ziele hatte Swift Ende letzten Jahres formuliert. Nun stellt der Finanznachrichtendienstleister auch ein konkretes Projekt vor, mit dem sie erreicht werden sollen: Swift hat eine Cloud-Datenbank, die den aktuellen Status einer Zahlungstransaktion von der Aussendung bis zur Bestätigung der Gutschrift offenlegt – vergleichbar mit den Tracking-Diensten von Versandhändlern. Mit diesem neuen Tracking-Service für Zahlungen können Banken „zum ersten Mal […] ihren Kunden präzise Informationen über ihre Zahlungen in Echtzeit geben, einschließlich der Bestätigung der Gutschrift auf dem Konto des Begünstigten”, sagt Raymaekers.

Die Bitcoin-Technologie Blockchain spielt bei der Initiative noch keine Rolle. Swift will aber neue Technologien wie Blockchain untersuchen, wenn es den Bedarf von Seiten der teilnehmenden Banken und ihren Firmenkunden gibt.

Derzeit läuft ein auf Business-to-Business-Zahlungen konzentriertes Pilotprojekt, an dem 21 Banken teilnehmen. Der volle Service soll ab Frühjahr 2017 weitgehend allen Banken und ihren Firmenkunden zur Verfügung stehen.

Paulus[at]derTreasurer.de