Alliance Lite 2 soll Firmenkunden locken

21.06.12 13:46

Swift setzt auf Flexibilität

Von Sabine Reifenberger

In wenigen Wochen soll die Swift-Neuerung Alliance Lite 2 auf den Markt kommen, mit der der Finanznachrichtendienst deutschen Unternehmen eine einfachere Direktanbindung an das Nachrichtennetz bieten möchte.

Bis 2015 will Swift in Deutschland mehr als 1.000 Firmenkunden direkt an sein Netz anbinden.

Swift

Bis 2015 will Swift in Deutschland mehr als 1.000 Firmenkunden direkt an sein Netz anbinden.

Die Swift-Weiterentwicklung ist Teil einer ehrgeizigen Strategie für den deutschen Markt: Bis 2015 will das Unternehmen in Deutschland mehr als 1.000 Firmenkunden direkt an das Swift- Netz angebunden haben – ausgehend von derzeit etwa 65 Unternehmen, fast ausschließlich aus der Riege der Multinationals.

 

Den Direktanschluss bei Firmenkunden voranzutreiben ist eine der Hauptaufgaben von Jürgen Marstatt, der zu Jahresanfang die Leitung des Deutschland-Geschäfts von Robert Schneider übernommen hat. Er kam nach einem Informatikstudium mit Schwerpunkt BWL und Managementfunktionen bei verschiedenen IT-Firmen 2006 zu Swift, wo er zuletzt als Global Key Client Director führende deutsche Banken betreute.

Erfolg durch Kooperation mit Treasury-Management-Systemen

Deutschlandchef Jürgen Marstatt

Deutschlandchef Jürgen Marstatt

Nun liegt der Fokus auf den Unternehmen. Gelingen soll der große Sprung im Firmenkundengeschäft, den Swift schon seit langem anstrebt, nun in Kooperation mit Anbietern von Treasury-Management-Systemen und Partnerbüros. „Der Kunde kann dann die Anbindung an Alliance Lite 2 gemeinsam mit einem Zahlungsverkehrs- oder Treasury-Management-Produkt erwerben“, sagt Marstatt. Noch bis Juli läuft eine Pilotphase mit Alliance Lite 2. Das Produkt soll insbesondere kleinere Unternehmen mit geringeren Zahlungsverkehrsvolumina zum Direktanschluss bewegen.

 

Den Vorgänger empfanden viele Unternehmen als zu unflexibel und vergleichsweise teuer. Beispielsweise mussten Unternehmen Nachrichtentypen mitbezahlen, die sie kaum nutzen. Der Kritik sei man begegnet, sagt Marstatt: „Die Weiterentwicklung ist deutlich flexibler. Nachrichtentypen, die ein Kunde nicht nutzt, muss er nicht mehr mitbezahlen.“ Alliance Lite 2 funktioniert über eine gesicherte Internetverbindung, gezahlt wird pro gesendete Nachricht, bei höheren Stückzahlen wird der Grundpreis entsprechend angepasst. Empfangene Nachrichten sind – im Gegensatz zum Vorgängermodell – in der Regel für den Empfänger kostenfrei.

Reifenberger[at]derTreasurer.de