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14.07.17 13:37

Fresenius Medical Care refinanziert Kredit vorzeitig

Von Sabine Paulus

Der neue Kredit von Fresenius Medical Care ist niedriger verzinst als die bisherige Kreditvereinbarung. Die günstigeren Konditionen konnte der Dialysespezialist dank seines Investmentgrade-Ratings realisieren.

Fresenius Medical Care spart mit seinem neuen syndizierten Kredit bares Geld.

Fresenius Medical Care

Fresenius-Zentrale Bad Homburg: Die Tochter Fresenius Medical Care spart mit ihrem neuen syndizierten Kredit bares Geld.

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care hat einen neuen Milliardenkredit abgeschlossen. Die neue Kreditvereinbarung hat ein Gesamtvolumen von rund 3,9 Milliarden US-Dollar und besteht aus revolvierenden Kreditlinien und Darlehen, die jeweils in US-Dollar und Euro denominiert sind und bis 2020 und 2022 laufen.

Mit dem neuen Kredit refinanziert der Dax-Konzern eigenen Angaben zufolge seinen bestehenden besicherten syndizierten Kredit über 4,4 Milliarden US-Dollar, der bis 2019 läuft, vorzeitig und zu günstigeren Konditionen. „Die modifizierte Kreditvereinbarung ist unbesichert und niedriger verzinst“, teilte Fresenius Medical Care mit. Darüber hinaus ermögliche die neue Struktur dem Unternehmen auch, künftig mit der Kreditvereinbarung gleichrangige Anleihen zu begeben.

Investmentgrade hilft Fresenius Medical Care bei Kreditverhandlung

Die günstigeren Konditionen konnte sich Fresenius Medical Care „dank des Investmentgrade-Ratings“ sichern, erklärte der Dax-Konzern. S&P und Fitch bewerten den Dialysespezialisten mit BBB-, Moody’s sieht Fresenius Medical Care bei Baa3. Bei allen drei Ratingagenturen ist der Ausblick stabil.

Erst im Mai dieses Jahres hatte Moody’s die Bonitätsnote der Bad Homburger von Ba1 auf Investmentgrade-Niveau hochgestuft. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit dem zuverlässigen profitablen Wachstum von Fresenius Medical Care, dem defensiven Geschäftsmodell und der wiederholt schnellen Rückführung der Verschuldung nach fremdfinanzierten Akquisitionen. Auch die stabilen Wachstumsaussichten des Dax-Konzerns durch weiter steigende Patientenzahlen und weltweite Expansionsmöglichkeiten honoriert die Agentur.

Fresenius Medical Care will seinen Umsatz bis 2020 auf 24 Milliarden Euro steigern. Dies entspricht Unternehmensangaben zufolge einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 10 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten die Bad Homburger knapp 16,6 Milliarden Euro umgesetzt. Darüber hinaus erwartet der Dialysespezialist in den kommenden drei Jahren einen jährlichen Anstieg des Konzernergebnisses, das im Geschäftsjahr 2016 bei rund 1,1 Milliarden Euro lag, im hohen einstelligen Prozentbereich.

Paulus[at]derTreasurer.de

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