Linde verzinst zehnjährige Anleihe mit nidrigen 1,875 Prozent

27.05.14 08:03

Linde finanziert Teil der Pensionsverpflichtungen mit Anleihe

Von Sabine Paulus

Der Technologiekonzern Linde platziert eine zehnjährige Anleihe über 300 Millionen Euro, um damit einen Teil seiner Pensionsverpflichtungen in Deutschland zu finanzieren. Mit diesem Schritt schlagen die Münchener gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Linde finanziert Teil der Pensionsverpflichtungen mit Anleihe

Linde

Der Kupon dieser Anleihe ist der niedrigste, den Linde jemals für eine zehnjährige Anleihe zahlen mussten.

Der Technologiekonzern Linde hat das derzeit günstige Marktumfeld genutzt und eine zehnjährige Anleihe über 300 Millionen Euro platziert. Das Wertpapier wird mit niedrigen 1,875 Prozent verzinst. Der Spread beträgt 40 Basispunkte. „Das sind der niedrigste Kupon und der niedrigste Spread, den wir jemals für eine zehnjährige Anleihe zahlen mussten“, teilte Linde auf Anfrage von DerTreasurer mit. Die Transaktion wird von der Commerzbank und der ING begleitet.

Mit dem Emissionserlös wollen die Münchener einen Teil ihrer Pensionsverpflichtungen in Deutschland finanzieren. Damit schlägt Linde gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Der Dax-Konzern hat sich nicht nur extrem günstig verschuldet, sondern stellt mit der Dotierung die betriebliche Altersvorsorge auf festere Beine und erzielt aufgrund der flexibleren Anlagerichtlinien in den Pensionsvehikeln obendrein noch einen positiven Rendite-Carry. Bei der Finanzierung ihrer Pensionspläne haben die Dax- und MDax-Unternehmen im vergangenen Jahr von der guten Performance der Aktienmärkte und einem leichten Anstieg des Rechnungszinses profitiert.

Bayer, Daimler und Deutsche Post bezuschussen ihre Pensionspläne

Mit der Verwendung des Emissionserlöses ist Linde nicht allein: Konzerne wie Bayer, Daimler und die Deutsche Post haben in den vergangenen Monaten schon ihre Pensionspläne mit milliardenschweren Zuschüssen bedacht. Das Logistikunternehmen Deutsche Post hatte hierfür – wie Linde jetzt – den Kapitalmarkt angezapft und durch eine Wandelanleihe und zwei klassische Anleihen insgesamt 2 Milliarden Euro eingesammelt. Weil die Konzerne durch die Ausfinanzierung der Pensionsverbindlichkeiten einen Teil ihrer Pensionszahlungen aus dem Planvermögen und den Erträgen aus der Anlage dieser Gelder leisten, dürfte sich der operative Cashflow in den kommenden Jahren verbessern – so auch bei Linde.

Paulus[at]derTreasurer.de