Top-Finanzierung

07.07.15 09:44

Max Automation baut Finanzierungsstruktur um

Von Jakob Eich

Die Beteiligungsholding Max Automation hat einen Konsortialkredit über 150 Millionen Euro emittiert. Das frische Geld wollen die Düsseldorfer unter anderem für eventuelle M&A-Deals nutzen.

Die Beteiligungsholding Max Automation hat einen Konsortialkredit über 150 Millionen Euro emittiert.

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Die Beteiligungsholding Max Automation hat einen Konsortialkredit über 150 Millionen Euro emittiert.

Max Automation hat die Finanzierung der Gruppe neu aufgestellt. Dafür hat die Düsseldorfer Beteiligungsholding einen Konsortialkredit über 150 Millionen Euro aufgenommen. Die Laufzeit des Kredits beträgt fünf Jahre und hat dem Unternehmen zufolge zwei einjährige Verlängerungsoptionen, die derzeit typische Struktur. Wie die Düsseldorfer mitteilen, erfolgte die Emission unter der Führung der Commerzbank.

Auch die Deutsche Bank, die LBBW, die HypoVereinsbank sowie der Raiffeisenverband Salzburg waren an der Transaktion beteiligt. Mit dem Konsortialkredit will Max Automation, die 2014 einen Umsatz von 350 Millionen Euro erwirtschaftete, das derzeit günstige Marktumfeld nutzen und die Komplexität der Konzernfinanzierung vereinfachen.

Dazu gehört die Refinanzierung des bisherigen Konsortialkredits. Dieser machte zuletzt 40 Millionen Euro der Gruppenverschuldung aus und war vereinbart worden, um die Übernahme des Autozulieferers AIM im Jahr 2013 zu finanzieren. Aus der neuen Finanzierungsstruktur, zusammen mit einem verbesserten Working Capital Management, kann Max Automation seine Zinsaufwendungen zukünftig um bis zu 1 Million Euro pro Jahr reduzieren. Zu den genauen preislichen Konditionen will sich das Unternehmen allerdings nicht äußern. Der neue Konsortialkredit löst auch die wesentlichen bilateralen Kreditverbindungen der Gruppengesellschaften ab. Dadurch würden Sicherheiten bei den Tochtergesellschaften von Max Automation frei, schreibt das Unternehmen.

Max Automation zieht zunächst 50 bis 60 Prozent des Kredits

Die neue Kreditlinie könnte unter anderem für neue M&A-Deals verwendet werden. Zudem könnte Max Automation neue Aufträge und Wachstumschancen durch diese finanzieren. Zunächst wird das Unternehmen zwischen 50 und 60 Prozent des neuen Kredits ziehen, um die Umfinanzierung zu finalisieren. Die übrigen freien Linien können später bei Bedarf gezogen werden. Covenants seien enthalten, aber die Konditionen hätten sich verbessert. Max Automation muss für den neuen Kredit zudem keine Sicherheiten mehr stellen.

Eich[at]derTreasurer.de