Rekrutierung im Treasury zunehmend online

01.03.12 14:09

Mitarbeitersuche im Internet

Von Sabine Paulus

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern suchen Treasury-Abteilungen zunehmend auch im Internet. Soziale Netzwerke kommen dabei allerdings häufig zu kurz.

Internet ja, soziale Netzwerke eher nein. Die Personalsuche im Treasury verändert sich.

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Internet ja, soziale Netzwerke eher nein. Die Personalsuche im Treasury verändert sich.

Bei der Mitarbeitersuche im Treasury setzen Unternehmen vermehrt auf das Internet. „Das Netz hat dem Print schon den Rang abgelaufen“, glaubt Sebastian Rahm, Abteilungsleiter bei dem Personaldienstleister Hays. Der Grund: „Die Firmen müssen den demographischen Wandel beachten und dort hingehen, wo ihre Zielgruppe ist“, sagt Rahm. Besonders junge Bewerber würden vornehmlich über das Internet angesprochen. Jobbörsen liegen dabei klar auf Platz eins, die eigene Homepage folgt mit etwas Abstand. „Ab dem Senior Level greifen die Unternehmen derzeit noch auf die Hilfe von Personaldienstleistern zurück oder nutzen ihr persönliches Netzwerk“, sagt Rahm.

 

Der Zahlungsverkehrsdienstleister Wirecard nutzt beispielsweise ausschließlich Internetportale zur Mitarbeiterrekrutierung. „Wir haben bei den gängigen Jobportalen ein Budget für Stellenangebote“, sagt Thorsten Holten, Executive Vice President Treasury der Wirecard AG. Er sucht selbst gerade einen Mitarbeiter Treasury und greift dabei auf Jobbörsen, die eigene Unternehmenshomepage und Business- Netzwerke zurück. „Wir haben eine eigene Unternehmenshomepage auf Xing, auf der wir auch offene Stellen publizieren. Auch über die Suche unter „Jobs und Karriere“ finden Sie die Stellenangebote der Wirecard.“ Die Suche über soziale Netzwerke mit Direktansprache praktizieren die Münchener derzeit jedoch noch nicht.

Treasurer müssen in Netzwerken aktiv sein

Im internationalen Vergleich spielen die sozialen Netzwerke in Deutschland nach wie vor eine eher untergeordnete Rolle. „Die Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben das schon auf ihrem Strategiepapier, nutzen die sozialen Netzwerke allerdings noch nicht so stark wie die US-amerikanischen Firmen“, sagt Rahm. Aber sie kommen langsam auf den Geschmack.

 

Auf Xing posten immer mehr Unternehmen aus der DACH-Region Jobs, in Facebook verweisen die deutschen Großkonzerne auf die eigenen Karriereseiten und nutzen das Portal zum „Employer Branding“ (Arbeitgebermarkenbildung). „Über kurz oder lang kommt kein Unternehmen mehr um diesen Kanal der sozialen Netzwerke herum“, glaubt Rahm. Für die Treasurer bedeutet das: „Wenn sie gefunden werden möchten, sollten sie auf den Business-Netzwerken aktiv sein und bei der Beschreibung ihrer Fähigkeiten und ihres Tätigkeitsspektrums durchaus in die Tiefe gehen“, rät der Personalberater. Dass das wirkt, bestätigt ein Treasurer, der gerade den Job gewechselt hat: „Das hat die Anzahl der Anfragen durchaus erhöht.“

Paulus[at]derTreasurer.de