Tochtergesellschaften in Verantwortung nehmen

29.09.16 11:32

FX-Management: zentral vs. dezentral

Von Desiree Backhaus

Es gibt Argumente, warum es sinnvoll ist, Tochtergesellschaften bei Hedging-Geschäften einzubinden. Aber letztlich ist auch der dezentrale Ansatz umstritten.

Unternehmen sollten die Preispolitik ihrer Wettbewerber im Blick haben.

hxdbzxy/iStock/Thinkstock/Getty Images

Unternehmen sollten die Preispolitik ihrer Wettbewerber im Blick haben.

Der Zentralisierungstrend im Treasury hat längst auch das Währungsmanagement erfasst: Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte managen aktuell 82 Prozent der weltweit 133 befragten Unternehmen ihre FX-Risiken aus einer Inhouse-Bank heraus. Dieser zentrale Ansatz hat einige Vorteile: Er verbessert die Sichtbarkeit der Währungsrisiken im Gesamtkonzern, und gegenläufige Wechselkurseffekte in einzelnen Tochtergesellschaft können miteinander verrechnet werden (Netting). Zudem kann die Zentrale Hedging-Transaktionen in der Regel kostengünstiger abschließen, weil die Volumina höher sind und sie Geschäfte gezielt auf Kernbanken verteilt.

Doch es kann durchaus Sinn ergeben, die operativen Einheiten nicht aus der Verantwortung zu entlassen, meint der Treasury-Chef eines SDax- Konzerns. Seine Abteilung ist laut Treasury-Richtlinie Berater und ausführende Einheit bei der FX-Absicherung. „Die Entscheidung, ob Hedging-Geschäfte abgeschlossen werden, treffen aber die Tochtergesellschaften selbst“, so der Treasurer. „Wir geben nur Empfehlungen ab.“ Eine Sicherungsquote bis zu 100 Prozent sei möglich.

Welchen Grund es für die dezentrale Verantwortlichkeit gibt und weshalb der dezentrale Ansatz letztlich doch umstritten ist, erfahren Sie in unserem aktuellen E-Magazin.

Backhaus[at]derTreasurer.de

Bleiben Sie über Trends im Cash Management, Updates bei der Treasury-Software, Treasurer-Wechsel und alle anderen News im Treasury-Bereich auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Twitter.