Betrugsversuche werden immer professioneller

09.10.15 08:00

Treasurer im Visier von Betrügern

Aus den USA sind die Fälle schon bekannt. Jetzt machen professionelle Betrüger auch deutsche Unternehmen zum Ziel. Ihre Vorgehensweise ist dabei hochprofessionell.

frankpeters/iStock/Thinkstock/Getty Images

Sie agieren hochprofessionell und kommen meist unentdeckt davon: Betrüger versuchen Zahlungen fehlzuleiten.

Die Bedrohung durch professionelle Betrüger rückt näher an die Finanzabteilungen heran. Besonders beliebt dabei ist die Masche, die „Fake President“ genannt wird: ein vermeintliches Vorstandsmitglied gibt die Anweisung für die Überweisung eines hohen Geldbetrags.

Auch ein deutscher Mittelständler, der lieber anonym bleiben möchte, war davon betroffen und hat gegenüber DerTreasurer berichtet. Im Namen des Vorstandsvorsitzenden schickten die Betrüger von einer gefälschten E-Mail-Adresse aus eine Nachricht an einen Mitarbeiter in der Buchhaltung. „Unser Mitarbeiter wurde gebeten, sich persönlich um eine Überweisung über 5 Millionen Euro zu kümmern, die noch unbedingt an diesem Tag veranlasst werden müsste“, berichtet der Treasurer.

Versicherer springen nicht immer ein

Dabei wurde der Mitarbeiter von dem „Fake President“ darauf hingewiesen, dass es sich um eine Zahlung im Zuge einer Akquisition handle, die unbedingt auch innerhalb des Unternehmens geheim bleiben müsste. „Die Betrüger nutzen ganz gezielt aus, dass sich Mitarbeiter geehrt fühlen, weil sie ins Vertrauen gezogen werden“. Um den Chef nicht zu enttäuschen oder den Deal zu riskieren, würden die Mitarbeiter großen Aufwand auf sich nehmen, die Zahlung so schnell wie möglich zu veranlassen.

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