Michael Finkelstein, Deputy Group Treasurer bei Panalpina, über die Implementierung einer SAP Inhouse Bank

31.01.13 14:39

Inhouse Bank bei Panalpina

Von Sabine Paulus

Zentralisierung, Standardisierung und Prozessoptimierung im Treasury-Bereich: Die Ziele der Implementierung einer SAP Inhouse Bank waren bei Panalpina klar formuliert. Deputy Group Treasurer Michael Finkelstein erzählt warum die Umsetzung trotzdem nicht leicht war.

Die Implementierung einer SAP Inhouse Bank bei Panalpina war keine leichte Aufgabe.

Panalpina

Die Implementierung einer SAP Inhouse Bank bei Panalpina war keine leichte Aufgabe.

Die Baseler Panalpina Gruppe gehört eigenen Angaben zufolge mit einem Umsatz von über 6,5 Milliarden Schweizer Franken (2011) zu den weltgrößten Logistikern. Angesichts solch einer Größe mit rund 500 Geschäftsstellen in 80 Ländern ist es nicht verwunderlich, dass das Treasury der Unternehmensgruppe schon seit Jahren in der Finanzierung, im Cash Management und im Risikomanagement weitestgehend zentralisiert ist. „Als ich Mitte 2009 zu Panalpina kam, haben wir aufgrund erhöhter Compliance- und Reporting-Anforderungen und um die Kosten zu optimieren, weiteres Potential zur Zentralisierung, Standardisierung und Prozessoptimierung im Treasury-Bereich ausgemacht und in einem globalen Projekt ,Treasury Way Forward‘ berücksichtigt“, sagt Michael Finkelstein, Deputy Group Treasurer bei der Panalpina International Ltd. Corporate Treasury.

Im Zuge dessen wurden auch die IT-Tools hinsichtlich Systemintegration, Unterhalt und Weiterentwicklung überprüft. Da Panalpina SAP einsetzt, lag es auf der Hand, weitere SAP-Bausteine, wie das SAP In-House Bank (IHB), SAP Treasury Risk Management und das Cash Management, auch im Treasury einzusetzen. Sie genügten den Treasury-Anforderungen weitestgehend und auch die Schnittstellenthematik konnte damit beseitigt werden.

Heterogene IT erschwert Implementierung

Michael Finkelstein, Panalpina Gruppe

Michael Finkelstein, Panalpina Gruppe

Für das Panalpina-Treasury gab es bei der Implementierung dieser neuen Prozesse und Tools einige Herausforderungen zu bewältigen. „Da die IT-Landschaft trotz SAPEinsatz bei uns relativ heterogen war, mussten einige Hürden bei der unmittelbaren Daten-Verarbeitung in den lokalen ERPs nehmen“, sagt Finkelstein. „Zudem waren auch unsere Ressourcen knapp.“ Das erschwerende Wirtschaftsumfeld und die Reorganisation des Finanzbereiches bei Panalpina verstärkten den Druck zusätzlich.

Die Implementierung der IHB, bei der der Heidelberger Berater BPI Business Process Integration unterstützte, konnte Panalpina erfolgreich abschließen: „Alle Intercompany- Prozesse, d.h. Cash Pooling, Netting, Management des Intercompany- Fremdwährungsrisikos und Finanzierung, wickeln wir, wann immer möglich, in der IHB ab und haben damit eine robuste Plattform geschaffen, die wir weiter ausbauen können“, zieht Finkelstein ein Fazit.

Das Projekt „Treasury Way Forward“ und die damit verbundene Softwareumstellung hat zwei Jahre gedauert. „Im Februar 2012 sind wir mit der SAP In-House Cash live gegangen“, sagt Finkelstein. Über 100 Gesellschaften sind nun integriert. Das Jahr 2013 steht Finkelstein zufolge ebenfalls ganz im Zeichen von Cash Management und Zahlungsverkehr inklusive Sepa: „Wir wollen weitere Anstrengungen im Compliance Monitoring tätigen, die Anzahl an Bankkonten zurückfahren und auf die Möglichkeiten der IHB weiter ausbauen.“

Paulus[at]derTreasurer.de