Swift-Service geplant

17.04.15 08:35

TIS feiert Jubiläum und hat große Pläne

Von Markus Dentz

Der Cloudanbieter TIS plant eine Schnittstelle zum Finanznachrichtendienstleister Swift und will weiter wachsen. Das Thema M&A spielt dabei zunächst keine Rolle – noch nicht.

Jörg Wiemer will TIS weiter zu weiterem Wachstum führen.

Stephan Daub

Jörg Wiemer will TIS weiter zu weiterem Wachstum führen.

Der Cloud-Softwareanbieter Treasury Intelligence Solutions (TIS) feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Von Anfang an mit an Bord war der ehemalige SAP-Treasurer Jörg Wiemer, der sich seit Herbst 2011 als CEO vollständig auf TIS konzentriert. Der Anbieter ist im heißumkämpften Softwaremarkt, der eher durch Konsolidierung Schlagzeilen macht, eines der wenigen erfolgreichen Start-ups: Dieser Tage verkündet der Softwareanbieter erneut eine Umsatzverdoppelung. Allein, mit genauen Umsatz- und Ertragszahlen sind die Walldorfer, die inzwischen 35 Mitarbeiter beschäftigen, zurückhaltend. „Hierzu machen wir keine Angabe“, erklärt CEO Wiemer auf Anfrage von DerTreasurer. Zu den rund 50 Kunden zählen Volkswagen, Fujitsu, Heidelberger Druckmaschinen und BearingPoint. Neukunden sind beispielsweise Hilti, die niederländische Bundesbahn NS Group, Staples und Swissgrid.

Das zentrale Tool ist der Bank Transaction Manager, eine SaaS-Zahlungsverkehrsplattform in der SAP-Umgebung. Daneben bietet TIS noch Bank Account Management (Bankkontenverwaltung) und einen Gebührenmanager an. Am stärksten nachgefragt werden laut Wiemer der Bank Transaction Manager in Verbindung mit dem Bank Account Manager. Der Anbieter denkt zudem intensiv über neue Produkte im Bereich Treasury Intelligence (Business Intelligence für Cashflows) nach. Außerdem ist TIS dabei, eine Partnerschaft mit dem Finanznachrichtendienstleister Swift einzugehen, ähnlich wie das Softwarehaus Bellin. Der neue TIS Swift Service soll TIS-Kunden mit allen Banken verbinden, die dem Score-Netzwerk angeschlossen sind, so Wiemer.

An TIS sind die VC-Gesellschaften Target Partners aus München und seit vergangenem Jahr Zobito aus Schweden beteiligt. Eine weitere Kapitalerhöhung sei momentan zwar nicht geplant. „Dennoch prüfen wir die Optionen für weitere Kapitalerhöhungen sorgfältig, um insbesondere auch international noch schneller wachsen zu können“, sagt Wiemer. Der Softwareanbieter strebt derzeit ein rein organisches Wachstum an. „Akquisitionen sind für uns im Moment noch kein Thema“, lautet die vielsagende Antwort von Jörg Wiemer.

Dentz[at]derTreasurer.de