PBoC reduziert Dokumentationspflichten deutlich

23.08.12 15:20

Einfachere Renminbi-Zahlungen

Von Anne-Kathrin Meves

Die Peoples Bank of China (PBoC) setzt ihren Liberalisierungskurs bei der Abwicklung von Handelsgeschäften in Renminbi fort. Im Rahmen eines Pilotprogramms hat sie nun die proaktive Einreichung von Handelsdokumenten für einzelne Renminbi-Zahlungen durch eine reaktive, stichprobenartige Überprüfung ersetzt, was die Abwicklung von RMB-Zahlungen auf chinesischer Seite deutlich erleichtert.

Das Programm ist zunächst auf Shanghai und entsprechende Pilotkunden begrenzt. In der Provinz Guangdong (ohne Shenzhen), die rund ein Drittel des chinesischen Handels repräsentiert, gelten seit Anfang August ebenfalls geringere Dokumentationspflichten, die sich in Einzelheiten von denen in Shanghai unterscheiden. „Bei positivem Verlauf der Pilotprogramme werden die neuen Usancen für weitere Städte und Provinzen, mehr Banken und somit mehr Kunden freigegeben. Wir hoffen, dass die PBoC möglichst eine landesweit einheitliche Dokumentationsanforderung finden wird“, sagt Sven Johannesmeier, Senior Sales Manager im Bereich Global Payments & Cash Management Sales bei der HSBC.

Darüber hinaus gelten für Unternehmen in Festlandchina seit dem 1. August landesweit weniger strenge Dokumentationspflichten für den Zahlungsverkehr bei internationalen Warenhandelsgeschäften in Fremdwährung: Die einzureichenden Handelsdokumente wurden von drei auf ein Dokument reduziert. Gleichzeitig ist die PBoC auf eine risikobasierte Überwachung der Transaktionen übergegangen.


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