Finanzierung
04.06.12 11:55

Hybridanleihe, Schuldschein, Mezzanine-Kapital: Der Industriekonzern Georgsmarienhütte ist mit verschiedenen Instrumenten am Kapitalmarkt aktiv. „Etwa 50 Prozent unserer Linien sind bilaterale Kreditlinien, der Rest kapitalmarktnahe Transaktionen“, sagt Stefan Brunn, Leiter Finanzen, bei FINANCE-TV. Eine verlässliche Finanzplanung ist aber schwierig – aus Angst vor steigenden Strompreisen durch die Energiewende und nachlassender Wettbewerbsfähigkeit hat das Unternehmen Investitionen, die nicht unbedingt notwendig sind, zurückgestellt. Für die Georgsmarienhütte könnten es bis zu 50 Millionen pro Jahr sein – bei einem Ebit von 149 Millionen Euro im Jahr 2011 ein gewaltiger Betrag. Wie das Unternehmen darauf reagiert und wie sich dadurch auch die M&A-Strategie des Unternehmens ändert, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Energiewende trifft die Georgsmarienhütte

Stromkosten machen beim Industriekonzern Georgsmarienhütte 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten aus – entsprechend stark beeinflusst die Energiewende die Strategie des Unternehmens. Bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr könnten an zusätzlichen Kosten drohen, fürchtet Stefan Brunn, Leiter Finanzen. Das Resultat: „Wir planen nur Investitionen ein, die wirklich notwendig sind.“

Eine aktive M&A-Strategie verfolgt das Unternehmen dennoch weiter, schließlich ist die niedersächsische Unternehmensgruppe überwiegend durch Zukäufe auf aktuell 48 operative Gesellschaften gewachsen. „In den vergangenen 10 Jahren haben wir rund 1 Milliarde Euro investiert, schwerpunktmäßig in Deutschland“, sagt Brunn. Einen weiteren Zukauf in den nächsten zwei bis drei Jahren könne man durchaus erwarten. Die Auswahl der Targets werde sich allerdings wandeln.

Bei der Finanzierung will Brunn weiter auch den Kapitalmarkt stark nutzen. Ein Asset-Backed-Securities-Programm hat das Unternehmen schon mehrmals verlängert, auch eine Hybridanleihe, ein Schuldschein und Mezzanine-Kapital gehören neben klassischen Bankkrediten zum Finanzierungsmix. Wie die M&A-Strategie künftig aussieht und welche Strategie er zur Refinanzierung des 2013 auslaufenden Schuldscheins und der Mezzanine-Finanzierung anstrebt, erklärt Brunn im Talk bei FINANCE-TV.

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