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04.04.13 11:55

Wer sich gern mit Zahlen beschäftigt, sich über Zahlen mitteilt und lieber über Zahlen als über Menschen spricht, der ist nach der Definition der Autorin und Managementberaterin Angelika Leder ein Zahlenmensch. Ein Großteil der Mitarbeiter in Finanzabteilungen und Banken dürfte sich in dieser Beschreibung wiederfinden. Das Faible für Fakten und Zahlen heißt allerdings nicht, dass Zahlenmenschen automatisch im zwischenmenschlichen Bereich Probleme haben: „Zahlenmenschen haben auch Beziehungskompetenz“, sagt Leder. Dennoch gebe es häufig Missverständnisse mit Nicht-Zahlenmenschen. Wie sich diese verhindern lassen, worauf Zahlenmenschen in Führungspositionen achten müssen und in welchen Branchen sie ihre Talente besonders gut einsetzen können, das erklärt Angelika Leder im Gespräch mit FINANCE-TV.

Die besonderen Talente der Zahlenmenschen – und ihre Schwächen

Wer beruflich viel mit Zahlen zu tun hat, hat sich dieses Arbeitsumfeld in aller Regel bewusst ausgewählt – und erfüllt damit schon eine erste Voraussetzung für die Klassifizierung als Zahlenmensch, sagt die Autorin Angelika Leder („Wie Zahlenmenschen ticken“). Drückt sich dann jemand auch noch besonders gern in Zahlen aus und bezieht sich eher auf Zahlen und Fakten als auf Menschen und Ereignisse, verstärkt sich die Diagnose.

Mit ihren spezifischen Eigenschaften können es Zahlenmenschen weit bringen, sie stoßen damit aber auch an Grenzen, warnt Leder. „Man darf als Person nicht hinter Zahlen und Fakten verschwinden“, rät die Autorin. Zwar könnten zwei Zahlenmenschen untereinander zumeist problemlos kommunizieren, beim Umgang mit Nicht-Zahlenmenschen müssten Zahlenorientierte jedoch aufpassen, dass es nicht zu Missverständnissen kommt. Wie sich Probleme umgehen lassen, welche Stärken Zahlenmenschen auszeichnen, wo sie Hilfe brauchen und wie groß die Chancen sind, dass Zahlenmenschen und Nicht-Zahlenmenschen sich jemals wirklich richtig verstehen, das erklärt Leder im Talk bei FINANCE-TV.

 

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