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07.01.19
Asset Management

2018: Nahezu alle Anlageklassen im Minus

Mischportfolien haben in diesem Jahr nahezu ausschließlich Verluste eingefahren. Welche Asset-Klassen am meisten eingebüßt haben.

Wer in diesem Jahr bei der Kapitalanlage auf Mischportfolien gesetzt hat, musste teilweise herbe Verluste verkraften. Zu diesem Schluss kommt der luxemburgische Portfoliodienstleister Moventum in seiner Datenanalyse, in die Werte bis Ende November dieses Jahres einbezogen wurden. Demnach liefen im Jahr 2018 nahezu sämtliche Anlagenklassen in den negativen Bereich.

Aktien fuhren 2018 größten Verlust ein

Dass es dabei vor allem Aktien waren, die für den größten Negativtrend sorgten, überrascht vor dem Hintergrund des eher bescheiden gelaufenen Börsenjahres weniger. Den Moventum-Daten zufolge waren es dabei vor allem deutsche Wertpapiere, die zu der Negativentwicklung beigetragen haben. Sie brachen um rund 13 Prozent ein. Direkt dahinter platzierten sich Schwellenländer-Anleihen, die um über 7 Prozent verloren.

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Auch europäische Aktien litten unter den schlechten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Sie gingen um gut 5 Prozent zurück und bewegten sich auf einem ähnlichen Niveau wie japanische Aktien, die um über 3 Prozent verloren. „Die Marktentwicklung ist derzeit vor allem durch Emotionen getrieben, gleichzeitig bereiten sich die Akteure auf das weniger starke Wachstum vor und preisen dies bereits heute ein“, erklärt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum die Entwicklung.

Portfolien entwickeln sich auf Kriseniveau von 2008

Neben Wertpapieren fuhren Investitionen in Renten erneut entweder einen Verlust oder nur einen minimalen Gewinn ein. US-Renten zeichneten deutlich in der Verlustzone und gingen um gut 4 Prozent zurück. Euro-Renten hingegen verzeichneten mit 0,02 Prozent einen leichten Gewinn. Selbst beigemischte Asset-Klassen, die vermeintlich besser abschnitten, sorgten lediglich dafür, dass die Verluste der übrigen Anlagealternativen nicht ausuferten.

Moventum zufolge war die Entwicklung der Portfolien damit so schlecht wie sie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr war. Anders als bei deutschen und europäischen Aktien schafften es US-Wertpapiere fast als einzige Anlageklasse einen deutlichen Gewinn zu verzeichnen. Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent an Wert zu.

Trotz der negativen Entwicklung sei Portfoliomanager Werner zufolge nicht mit einer erneuten Kriese wie vor zehn Jahren zu rechnen. Zwar schwächle das Wirtschaftswachstum voraussichtlich in den kommenden Jahren, jedoch dürft es mit im Schnitt rund 4 Prozent weltweit weiter auf einem relativ hohen Niveau bleiben.

Mehring[at]derTreasurer.de

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