Volkswagen Financial Services ist einer der Großplayer am europäischen ABS-Markt.

Volkswagen Financial Services

22.09.21
Asset Management

ABS-Markt fristet Schattendasein

Erschüttertes Vertrauen und eine hohe Komplexität hemmen das Wachstum bei Verbriefungen. Noch hat sich der europäische Markt nicht von der Finanzkrise erholt.

Seit der Finanzkrise 2008/09 ist am Markt für Asset-Backed Securities nichts mehr, wie es war. Obwohl sich die Emissionsvolumina in den USA seit der Subprime-Krise wieder erholt haben, fristet der europäische ABS-Markt ein Schattendasein. „2008 war der europäische ABS-Markt annähernd so groß wie der US-Markt, heute macht er nicht einmal ein Zehntel davon aus“, erklärt Marco Klein, ABS-Experte der ING, der gerade deshalb noch viel Aufholpotential in dem Markt sieht. In den vergangenen Jahren pendelte das Emissionsvolumen der öffentlich platzierten Verbriefungen in Europa um die 200 Milliarden Euro.

Dass die komplexen Finanzprodukte aber noch immer als „schwarze Magie der Finanzwelt“ gesehen werden, findet Klein nicht gerechtfertigt. „Die massiven Ausfälle waren damals in den USA zu verzeichnen und nicht hier. Zudem wurde insbesondere der europäische Verbriefungsmarkt einer weitgehenden Regulierung unterzogen.“

Kein Anstieg der Ausfälle während Corona

Auch in der Coronakrise habe es keinen wesentlichen Anstieg der Ausfälle gegeben. Für die ING ist die Asset-Klasse deshalb ein Wachstumsfeld. Klein gibt allerdings unumwunden zu: „Die Verbriefung gehört unumstritten zu den komplexeren Finanzprodukten, was entsprechende Anforderungen an die Expertise der involvierten Transaktionsparteien mit sich bringt.“ Auch deshalb dauere es so lange, Vertrauen in den Markt zurückzugewinnen.

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