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25.04.19
Asset Management

Aktive Manager unter Druck

Investoren sind skeptisch, ob sich aktives Management noch lohnt. In einigen Bereichen sehen die Anleger den Ansatz allerdings im Vorteil.

Der Kostendruck in der Asset-Management-Branche ist enorm. Das spüren vor allem aktive Manager. Eine aktuelle Analyse von Allianz Global Investors (AGI) zeigt, wie stark sie unter Druck stehen. In einer Umfrage unter weltweit 500 institutionellen Investoren gaben lediglich 23 Prozent an, dass aktives Management seine Kosten wert sei.

In einigen Teilbereichen des Marktes sah das Votum allerdings besser aus. Bei der Anlage in gering korrelierten Märkten sehen 61 Prozent der Befragten aktives Management als die beste Option. 71 Prozent räumen zudem ein, dass aktive Manager am besten in der Lage seien, Anlagechancen zu nutzen, die sich aufgrund der digitalen Transformation bieten.

Mehr Unterstützung beim Management von Extremrisiken

AGI hat zudem einige Segmente identifiziert, in denen Investoren sich mehr Unterstützung wünschen. Bereiche also, die aktive Asset Manager nach Ansicht von AGI stärker in den Fokus nehmen sollten. Dazu zählt etwa das Managen von Extremrisiken. Weniger als die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dafür genügend gerüstet zu sein. Auch im aufkeimenden Bereich der nachhaltigen Geldanlage könnten noch Chancen liegen, da die vielen unterschiedlichen ESG-Ansätze am Markt für Investoren verwirrend seien, wie die Umfrage zeigt.

Weitere Bereiche, in denen aktive Asset Manager punkten könnten, sieht AGI in der alternativen Geldanlage sowie beim Einsatz neuer Technologien wie KI oder Big Data. Außerdem befürworten die meisten Investoren, dass leistungsorientierte Gebührenmodelle eingeführt werden.

Koegler[at]derTreasurer.de

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