Short-Duration-Fonds können stabile Renditen bieten

05.12.14 08:00

Alternative Kurzläufer-Fonds

Von Antonia Kögler

Anleger machen sich auf die Suche nach alternativen Anlageinstrumenten, um bei den derzeit so niedrigen Zinsen noch Rendite zu bekommen. Im kurzfristigen Bereich können Short-Duration-Fonds eine Option sein.

Kurz vor Ende der Laufzeit zeigen Anleihen sich relativ stabil.

Jupiterimages/Thinkstock/Getty Images

Kurz vor Ende der Laufzeit zeigen Anleihen sich relativ stabil.

Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld bieten die wenigsten kurzfristigen Anlageformen noch Renditen. Und wenn sie es tun, dann steigt das Risiko, und viele Treasurer müssen sich umorientieren. Derzeit steigt die Nachfrage nach Short-Durations-Fonds als Alternative zu Termingeldern. Die Fonds investieren in Anleihen mit einer Restlaufzeit von meist 12 bis 36 Monaten.

Anleger können durch die Übernahme von Unternehmensrisiken eine höhere Rendite als bei Termingeldern erreichen, auch wenn das Kurspotential durch ein überschaubares Ausfallrisiko begrenzt ist. „Im Investmentgrade-Bereich ist das Bonitätsrisiko ohnehin geringer und durch die kurze Laufzeit überschaubar“, erklärt Michael Busack, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Absolut Research. „Wenn ein Emittent Probleme hätte, kann das zum Zeichnungstermin schon absehbarer sein.“

Geringe Kursschwankungen

Durch den festen Rückzahlungswert der Anleihen am Ende der Laufzeit sind außerdem die Kursschwankungen relativ gering. Absolut Research hat in einer aktuellen Studie 20 Short-Duration-Fonds betrachtet, die in europäische Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Rating investieren. Im Durchschnitt hatten die betrachteten Fonds monatliche Kursschwankungen von 19 Basispunkten in den letzten zwölf Monaten und eine Rendite von 3,1 Prozent. Am besten abgeschnitten haben Fonds, die auch Anleihen mit längeren Laufzeiten in ihr Portfolio mischen. Mit der Rendite steigen dadurch allerdings auch die  Wertschwankungen.

Koegler[at]derTreasurer.de