Jahrelang herrschte Ausnahmezustand an den Anleihemärkten. Nun zeigen sich erste Zeichen für einen Wandel.

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15.05.18
Asset Management

Bewegung am globalen Anleihemarkt

Nach einem langen Ausnahmezustand gibt es erste Anzeichen einer Zinswende. Über das aktuelle Umfeld sprach Astrid Vogler von Eaton Vance mit DerTreasurer.

Der Wind an den globalen Anleihemärkten dreht. In den USA hat die Zinswende schon begonnen, in Europa gibt es erste zaghafte Anzeichen. Die Entwicklung hat auch Auswirkungen auf das Portfolio, das Astrid Vogler managt. Die Asset Managerin leitet ein fünfköpfiges Global-Fixed-Income-Team, das seit Jahresbeginn zur US-Investmentgesellschaft Eaton Vance gehört.

Das Team nutzt den gesamten globalen Fixed-Income-Markt im Bereich Investmentgrade und setzt dabei zusätzlich auf aktives Währungsmanagement. „Ich bin seit 40 Jahren im Geschäft, aber eine Zeit, die so turbulent war wie die vergangenen Jahre, habe ich noch nicht erlebt“, so Vogler.

Deflationsangst trieb die Märkte um

Besonders das Schreckgespenst der Deflation hatte Akteure an den Finanzmärkten bis vor zwei Jahren umgetrieben. „Wir managen unser Portfolio gegen Staatsanleihen-Indizes“, erklärt sie. „Zu Hochzeiten der Niedrigzinsphase hatten wir dennoch einen Anteil von über 25 Prozent an Unternehmensanleihen im Portfolio.“ Die Managerin entschied früh: Anleihen mit Negativzins werden nicht gekauft. Es war viel Bewegung in der Zusammensetzung, alle vier bis fünf Monate wurde umgeschichtet.

Wie die Asset Managerin im aktuellen Umfeld ihr Portfolio aufstellt und welche Entwicklungen sie in den kommenden Monaten erwartet, erfahren Sie in unserem aktuellen E-Magazin.

Koegler[at]derTreasurer.de

Rund um die Entwicklungen in Sachen Zinsen hält Sie unserer Themenseite Herausforderung Niedrigzinsen auf dem Laufenden.