Pensionsvermögen im Coronasturm: Die Krise treibt Finanzverantwortliche in riskantere Anlagen.

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17.11.20
Asset Management

Corona treibt Treasurer in riskantere Anlagen

Die Coronakrise hatte nicht nur kurzfristig heftige Folgen für die Geldanlage. Auch langfristig sieht Willis Towers Watson Auswirkungen für den Markt.

Treasurer sollten sich bei der langfristigen Geldanlage auf einen heißen Herbst einstellen. Im ersten Quartal sackten die Pensionsvermögen und damit der Ausfinanzierungsgrad deutlich ab.

Zwar habe sich die Lage mit der raschen Erholung der Märkte wieder sichtlich entspannt, doch mit steigenden Corona-Zahlen könnte auch die Volatilität an den Märkten wieder zunehmen, erwartet Tobias Bockholt, Investmentspezialist bei Willis Towers Watson: „Die Krise hat zudem auch dauerhafte Auswirkungen auf die deutschen Pensionsvermögen hinterlassen.“

Treasurer verhandeln höhere Schwellenwerte

Egal ob Pensionsfonds, -kasse oder CTAs – Finanzverantwortliche setzen im Niedrigzinsumfeld seit Jahren immer mehr auf risikoreichere Assets. „In der Coronakrise hat sich das noch weiter verstärkt“, erklärt Bockholt. „Pensionskassen und andere VAG-Anleger, die reguliert sind, müssen aber bestimmte Schwellenwerte einhalten, etwa bei ihrer Risikoquote oder dem Anteil liquider Assets“, erklärt er. VAG steht für Versicherungsaufsichtsgesetz.

„In der Krise haben einige Pensionseinrichtungen das Gespräch mit der Aufsicht gesucht, um in bestimmten Bereichen eine Erhöhung ihrer Schwellenwerte zu erreichen - sei es für risikoreichere Assets allgemein oder auch für spezielle Assetklassen wie Immobilien.“

Welche Auswirkungen das für Treasurer hatte und welche Titel in den Krisenmonaten besonders gefragt waren, lesen Sie in unserem E-Magazin DerTreasurer 22-2020.

Koegler[at]derTreasurer.de

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