Erneuerbare Energien werden bei Anlegern beliebter.

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13.11.19
Asset Management

Corporates setzen stärker auf Aktien

Institutionelle Investoren setzten weiterhin auf alternative Anlageklassen, um in Zeiten niedriger Zinsen Rendite zu erwirtschaften. Zudem lässt sich ein wachsender Trend zu Impact Investing erkennen.

Anzeichen für eine Zinswende gibt es nach wie vor nicht, die Zinsen dürften sogar weiter sinken. Institutionelle Investoren haben sich daran längst gewöhnt. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Universal-Investment, über das seit 2012 über ihre Plattform angelegte Vermögen. Zum 30. September 2019 waren das 330 Milliarden Euro, was etwa 18 Prozent des vom Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) erfassten Spezialvermögens entspricht.

Keine starken Umschichtungen im Portfolio

Die Analyse zeigt, dass in den vergangenen Monaten keine starken Umschichtungen vorgenommen wurden. Die Aktienquote lag Ende September bei 23 Prozent, die Rentenquote bei rund 43 Prozent und damit nahezu auf dem Vorjahresniveau. Über einen längeren Zeitraum ist jedoch deutlich erkennbar, dass Aktien wieder an Bedeutung verlieren: 2016 lag die Aktienquote noch bei über 30 Prozent.

Hier zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied zu Corporate-Investoren. Bei ihnen ist die Quote zwar ebenfalls leicht rückläufig, liegt mit rund 30 Prozent aber immer noch auf einem höheren Niveau. Bei der Rentenquote sind die Diskrepanzen nicht so groß. Während bei Corporates etwas mehr als die Hälfte der Gelder in Renten investiert sind, sind es im Gesamtdurchschnitt rund 43 Prozent.

Private Equity ist beliebte alternative Anlageklasse

Alternative Assets sind dagegen bei allen Anlegern weiter auf dem Vormarsch. Laut Universal-Investment waren Ende Juni rund 41 Milliarden Euro der Gelder in alternative Anlageklassen investiert. Das sind 11 Prozent mehr als Ende 2018. Rund 60 Prozent davon entfielen auf Private Equity. Der Anteil von Fremdkapitalstrukturen wie etwa Infrastrukturprojekte, Unternehmensfinanzierungen oder Kommunaldarlehen liegt bei rund 17 Prozent. Auf Verbriefungen und Hedgefonds entfallen jeweils 11 Prozent. Rund 6 Prozent der Gelder sind zudem in Immobilien investiert.

Universal-Investment beobachtet eine besonders hohe Nachfrage nach Private Debt, Infrastrukturprojekten und Erneuerbaren Energien. Die Investmentgesellschaft erklärt das zum einen mit den guten Renditeerwartungen dieser Assetklassen, sowie dem wachsenden Trend hin zu Impact Investments.

Koegler[at]derTreasurer.de

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