Investoren würden aber für Zusatzservices mehr zahlen

12.04.12 14:46

Druck auf Depotbankgebühren

Von Andreas Knoch

Mit mageren ein bis zwei Basispunkten liegt die Vergütung für Spezialfondsmandate auf einem historisch niedrigen Niveau. Gebühren für Zusatzdienste können ein Ausweg sein – viele Investoren sind hier durchaus bereit mehr zu zahlen.

Die Vergütung für Spezialfondsmandate liegt auf einem historisch niedrigen Niveau.

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Die Vergütung für Spezialfondsmandate liegt auf einem historisch niedrigen Niveau.

Institutionelle Investoren rechnen überwiegend nicht mit steigenden Depotbankgebühren. Das geht aus einer gerade veröffentlichten Studie der BNY Mellon hervor. Lediglich jeder Fünfte erwartet steigende Preise als Reaktion auf die schärferen regulatorischen Rahmenbedingungen, mit denen Depotbanken konfrontiert sind.

Depotbanken werden überwiegend als Anbieter homogener Dienstleistungen wahrgenommen, weshalb der Druck auf die Preise hoch ist und in den vergangenen Jahren zu fast ruinösen Gewinnmargen führte. Im Schnitt liegt die Vergütung für Spezialfondsmandate heute bei ein bis zwei Basispunkten; vor zehn Jahren waren noch zwischen sechs und acht Basispunkten zu verdienen. Allerdings sind institutionelle Investoren bereit, Zusatzservices extra zu vergüten, die bisher teilweise im Rahmen der Depotbankgebühren abgegolten waren. So zeigen die Umfrageresultate, dass die Mehrheit der Investoren einen steigenden Bedarf an Dienstleistungen wie Transaktionskostenanalyse, Performancemanagement und Risikomessung hat. Den Leistungsumfang der Depotbanken in diesen Bereichen empfinden viele zurzeit noch als ungenügend. Für einen umfangreicheren und besseren Service sind viele Investoren bereit, eine gesonderte Vergütung zu akzeptieren. Im Rahmen der Studie wurden 31 ausgewählte institutionelle Investoren in Deutschland befragt, die ein Volumen von knapp 400 Milliarden Euro Assets under Depotbank repräsentieren.

Knoch[at]derTreasurer.de