Investoren wollen nur noch für echtes Alpha zahlen

21.06.12 14:48

Gebühren unter Druck

Von Andreas Knoch

Geld gibt es nur noch für Überrendite. Managementgebühren für Private-Equity- und aktiv gemanagte Aktienfonds werden immer häufiger hinterfragt und die Zahlungsbereitschaft der Kunden sinkt.

Managementgebühren für Private-Equity- und aktiv gemanagte Aktienfonds geraten unter Druck.

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Managementgebühren für Private-Equity- und aktiv gemanagte Aktienfonds geraten unter Druck.

Aufgrund der überwiegend schlechten Performance sind die Managementgebühren für Private- Equity- und aktiv gemanagte Aktienfonds deutlich unter Druck. Das zeigt eine aktuelle Erhebung von bfinance. Vor allem bei Aktienfonds mit einem Anlageschwerpunkt in den USA, in Großbritannien und in Japan seien erhebliche Abschläge möglich, da viele institutionelle Anleger dort ihr aktiv gemanagtes Aktienexposure zurückfahren und stattdessen auf passive Anlagevehikel setzen würden.

Die meisten Anleger seien nur noch bereit, für eine echte Überrendite gegenüber dem Markt (Alpha) zu zahlen; keine Bereitschaft gebe es jedoch, nur für die Marktrendite (Beta) zu zahlen. Rund die Hälfte der von bfinance befragten Fondsmanager sei bereit, bei größeren Mandaten Discounts in der Größenordnung von fünf bis 15 Basispunkten zu gewähren. Abschläge würden auch akzeptiert, wenn es darum geht, neue Anlegergruppen zu erschließen oder in spezifische Markt- oder Investmentstrategien zu expandieren. Bei Emerging-Marketsoder Small-Cap- Mandaten gebe es jedoch keine Bereitschaft zu Preisnachlässen, da in diesem Spektrum ein Mangel an professioneller Expertise bestehe.

Neuaufgelegte Fonds würden in der Regel mit niedrigeren Managementgebühren angeboten, um Investoren zu gewinnen. „Anleger wollen üblicherweise einen Track- Record von mindestens drei Jahren, ehe sie in etwas investieren“, lautet die Begründung eines Fondsmanagers.

Knoch[at]derTreasurer.de