Ist das wirklich grün? Der Assetmanager Aegon sieht eine wachsende Gefahr von Green Washing bei grünen Anleihen.

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22.02.21
Asset Management

Green-Washing-Gefahr bei grünen Anleihen

Mit dem Wachstum am Markt für grüne Anleihen, steigt auch das Risiko schwarzer Schafe. Investoren müssen bei der Auswahl von Green Bonds deshalb kritischer werden.

Weltweit wurden 2020 Green Bonds über etwa 226 Milliarden US-Dollar (188 Milliarden Euro) emittiert, 2015 waren es nur 38 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro). Der rasant wachsende Markt birgt allerdings auch Risiken. „Mit der größeren Anzahl von Emittenten müssen Investoren kritischer werden, um zu verhindern, Opfer von Green Washing zu werden“, sagt James Rich von Aegon Asset Management.

„Der Markt ist hier noch wenig standardisiert“, erklärt er. Zudem nutzten viele Emittenten den Markt opportunistisch, um von den geringeren Finanzierungskonditionen zu profitieren. „Ich sehe deshalb eine große Gefahr von falschen Versprechungen seitens der Emittenten“, erklärt er.

Wie viele Emissionen das betrifft, ist schwer zu beziffern. Bei immerhin 10 bis 20 Prozent der Green Bonds in den USA sieht der Portfoliomanager aber Anzeichen dafür, dass Emittenten mehr versprechen, als sie letztendlich halten: „Manche Unternehmen versprechen, über die Verwendung der Mittel im Nachgang zu berichten, tun das dann aber nicht.“

Andere wiederum berichteten zu wenig oder über Kennzahlen, die in keinem direkten Zusammenhang zu den finanzierten Projekten stehen. Rich sieht den Mangel an belastbaren Informationen nicht nur bei Green Bonds, sondern auch bei Social oder Sustainable Bonds.

Was Anleger tun sollten, um Green Bonds vor einer Investition zu prüfen, erfahren Sie im E-Magazin 3-2021 von DerTreasurer.

Koegler[at]derTreasurer.de

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