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20.03.19
Asset Management

Investoren diversifizieren bei Alternatives

Bei institutionellen Anlegern sind Private-Debt-Produkte im Aufwind. Wie Investoren im Bereich der Alternatives außerdem vorgehen und wie sie bei der Geldanlage abschneiden, zeigt eine aktuelle Analyse von Universal-Investment.

Anleger investieren immer stärker in Alternative Assets. Das zeigt eine Analyse von Universal-Investment. Ende 2017 wurden von der Gesellschaft Alternatives über 30 Milliarden Euro verwaltet, inzwischen sind es 36,8 Milliarden Euro – eine Steigerung von rund 23 Prozent. „Diese Entwicklung hat sich noch nicht verlangsamt, gerade Private Equity und Private Debt sind sehr beliebt“, kommentiert Markus Neubauer, Geschäftsführer von Universal-Investment. „Speziell im Private-Debt-Segment sehen wir enorme Zuflüsse.“

Solche Fremdkapitalstrukturen machen mittlerweile 18 Prozent aller Alternatives aus. Nach wie vor der Löwenanteil entfällt mit 60 Prozent auf Private Equity. Etwa 12 Prozent der Alternatives sind Verbriefungen, 11 Prozent entfallen auf Hedgefonds. „Es zeigt sich ein deutlicher Trend zu mehr Diversifikation“, sagt Neubauer. Als Beispiel nennt er Private Equity Real Estate. Das Volumen solcher PERE-Strukturen, also Beteiligungskapital in Grundstücken oder Immobilien, habe sich in den letzten drei Jahren verdoppelt.
 
Anlagen in Aktien oder Renten bleiben weiterhin relativ stabil. Über alle Anlegergruppen hinweg sind im Schnitt 29 Prozent der Gelder in Aktien investiert, 44 Prozent in Renten. „Die Corporates legen im Schnitt nach wie vor mehr Geld im Rentenuniversum an als andere Anlegergruppen“, so Neubauer. Die Quote halte sich bei den Treasurern seit längerem bei circa 30 (Aktien) zu 50 Prozent (Renten).

Performance der Corporate-Investoren lässt nach

Im Hinblick auf die Performance ihrer Geldanlage haben Treasurer ihren früheren Vorsprung inzwischen eingebüßt. „Corporates hatten vor einigen Jahren noch eine deutlich höhere Aktienquote als andere Investorengruppen, die haben aber inzwischen nachgezogen“, so Neubauer. Blickt man auf die vergangenen zwei Jahre, lag die jährliche Performance-Quote bei den Corporates mit 0,98 Prozent sogar leicht unter dem Durchschnitt aller Investoren mit 1,33 Prozent.

Trotz des turbulenten Herbstes geht Neubauer nicht davon aus, dass Investoren ihre Aktienquoten reduzieren werden. „Dividenden sind in einem Zinsumfeld wie diesem nach wie vor eine attraktive Renditequelle“, sagt der Experte.

Ein Trend, der gerade erst anfängt, ist die Anlage nach ESG-Kriterien. „Bislang kümmern sich vor allem Kirchen bei ihrer Asset-Allokation um diese Faktoren, aber wir beobachten da ein steigendes Interesse. Inzwischen schauen sich auch immer mehr Treasurer das Thema an.“

Koegler[at]derTreasurer.de

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