Passive Anlageformen machen Boden gut.

metamorworks/iStock/Getty Images Plus

07.12.18
Asset Management

Passive Fonds im Aufschwung

Die Ratingagentur Moody's erwartet starkes Wachstum bei ETFs. Auch europäische Investoren setzen verstärkt auf passive Instrumente.

Das Wachstum der Indexfonds, kurz ETFs, scheint nicht aufzuhören. Die Ratingagentur Moody's geht davon aus, dass die wachsende Beliebtheit der ETFs der gesamten passiven Fondspalette, die auch weitere Produkte wie Tracker Fonds umfasst, Auftrieb geben wird. Bis 2025 sollen sie in Europa ein Viertel aller verwalteten Vermögensgegenstände ausmachen. Ende 2017 waren es noch lediglich 14 Prozent.

Das Wachstum erklärt Moody's in einer aktuellen Analyse mit einem größeren Interesse von institutionellen Investoren, die wegen der Flexibilität, der Transparenz und den geringeren Kosten verstärkt auf ETFs setzen. Außerdem werden Indexfonds inzwischen auch in aktiven Produkten wie zum Beispiel Multi-Asset-Strategien genutzt - aus Kosten- und Effizienzgründen.

ETFs in USA deutlich verbreiteter

Noch sind ETFs in den USA deutlich verbreiteter als in Europa. In den Vereinigten Staaten machten sie Ende 2017 etwa 18 Prozent des Gesamtmarkts aus, in Europa waren es nur 6,2 Prozent. Die Ratingagentur geht allerdings davon aus, dass sich dieser Abstand verringern wird und europäische Investoren das Instrument stärker nutzen werden.

Für die Asset-Management-Branche bedeutet das erwartete enorme Wachstum, dass vor allem Vermögensverwalter mit passiven Angeboten profitieren werden. Moody's geht davon aus, dass große Investmentmanager wie Blackrock, DWS oder Lyxor am meisten profitieren und ihre Marktanteile ausbauen werden.

Koegler[at]derTreasurer.de

Keine Neuigkeiten aus dem Treasury mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos den DerTreasurer-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.