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01.10.13
Asset Management

Riskante IT-Systeme

Einer aktuellen Studie von SimCorp zufolge arbeiten viele Asset Manager mit veralteter IT. Eine riskante Strategie.

Bei der Geldanlage sollten Corporate Treasurer auch die IT-Systeme potentieller Kontrahenten nicht gänzlich außer Acht lassen. Einer aktuellen Studie von SimCorp StrategyLab zufolge arbeiten viele Asset Manager nämlich mit veralteten IT-Systemen. Befragt wurden dafür insgesamt 500 Buy-Side-Institutionen auf der ganzen Welt. Die Autoren der Studie stellten fest, dass ein Viertel der Unternehmen fehleranfällige, ineffiziente IT im Einsatz hat. So kommt es nicht selten vor, dass Asset Manger keinen konsolidierten Überblick über Positionen und Bestände in Echtzeit bereitstellen können.

Welche Risiken solche IT-Systeme bergen, zeigen exemplarisch die Schieflagen im Bankensektor während der Finanzkrise. „Von vielen Führungskräften wurde die Rolle der IT in der Bestandsführung unterschätzt. Oftmals fehlten selbst die grundlegendsten Informationen über den Zustand ihres Unternehmens, um geeignete Korrekturmaßnahmen zu ergreifen“, sagt Ingo Walter, Präsident des SimCorp StrategyLab.

Dass sich seitdem nicht allzu viel getan hat, zeigen Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit: seien es systembedingte Mängel wie im Fall von MF Global, bei dem das Management mehrere Milliarden US-Dollar an Kundengeldern plötzlich nicht mehr finden konnte, oder mangelhafte Risikokontrollen wie im Fall von JP Morgan, deren Londoner Ableger auf Grund von Fehlspekulationen einen Verlust von mehr als 6 Milliarden USDollar anhäufte.

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