Anleger werden immer anspruchsvoller

20.08.14 08:00

Weniger traditionelle Assets

Von Antonia Kögler

Auf der Suche nach Renditen wenden Anleger sich vermehrt von traditionellen Assets ab und setzen auf alternative Produkte. Auch die Ansprüche, die Investoren an Asset-Manager stellen, wandeln sich.

Die AM-Branche wird vor allem durch den boomenden Aktienmarkt beflügelt.

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Die AM-Branche wird vor allem durch den boomenden Aktienmarkt beflügelt.

Der internationale Asset-Management-Markt entwickelt sich weg vom aktiven Management von Kern-Assets. Weltweit ist deren Anteil von noch 56 Prozent im Jahr 2008 auf 45 Prozent im Jahr 2013 gesunken. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group soll sich dieser Trend weiter fortsetzen. Der Wert der professionell gemanagten Assets stieg 2013 zwar auf ein Rekordhoch von 68,7 Billionen US Dollar, dies lässt sich jedoch vor allem durch den Boom am Aktienmarkt erklären.

Nach den Krisenzeiten, in denen viele Investoren das Risiko scheuten, werden bei den Anlegern alternative Assets wieder beliebter. Dazu zählen zum Beispiel Hedge Funds, Private Equity, Infrastrukturinvestitionen und Private-Debt-Geschäfte. Es zeichnet sich allgemein eine Abwendung von traditionellen Assets hin zu spezialisierten Produkten und Lösungen ab. Zu den Spezialisierungen mit den größten Nettozuflüssen gehören in Europa sowohl Global Bonds, Global Equity, High Yield Bonds als auch Lösungen wie flexible und absolute Return Funds.

Anleger hinterfragen aktive Strategien

Ein Grund für diese Entwicklung ist, dass Investoren im niedrigen Zinsumfeld immer höhere Ansprüche an die Asset Manager stellen. Wenn die traditionell gemanagten Fonds keine höheren Renditen bringen als alternative oder passive Produkte, werden sie weiter Klienten verlieren, betonen die Berater von BCG.

Koegler[at]derTreasurer.de