Banken müssen Dokumente abgleichen

10.05.17 09:14

China verschärft Prüfungen für FX-Zahlungen

Von Desiree Backhaus

Banken müssen seit Anfang Mai Fremdwährungszahlungen ihrer Kunden für Importe nach China strenger prüfen. Das hat auch Konsequenzen für Treasurer, deren Unternehmen im Reich der Mitte Geschäfte machen.

Der Handel mit China wird bürokratischer.

lakov Kalinin/iStock/Thinkstock/Getty Imahes

Der Handel mit China wird bürokratischer.

Die chinesische Devisenbehörde SAFE nimmt Banken in China noch stärker in die Pflicht: Seit dem 1. Mai müssen die Kreditinstitute Fremdwährungszahlungen ihrer Kunden für Importe nach China strenger prüfen. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der SAFE vom 24. April hervor. Demnach müssen Banken jetzt jede einzelne Transaktion für Waren ab einem Wert von 100.000 US-Dollar mit den entsprechenden Handelsdokumenten gegenchecken und abgleichen.

Mehr Bürokratie und Arbeitsaufwand für Banken und Treasurer

Dafür erhalten die Banken Zugang zu einem Überwachungssystem, in dem Zollerklärungen der Unternehmen hinterlegt sind. Diese Dokumente müssen die Banken mit den Unterlagen abgleichen, die sie von ihren Kunden erhalten. Für Banken, aber auch für Treasurer, die FX-Auslandsüberweisungen initiieren wollen, bedeutet das mehr Bürokratie und Arbeitsaufwand. Unternehmen, die die notwendigen Informationen nicht bereitstellen können, drohen auf einer schwarzen Liste zu landen.

Welchen Hintergrund das Ganze hat und was das für deutsche Exporteure bedeutet, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe unseres E-Magazins von DerTreasurer.

Backhaus[at]derTreasurer.de

China birgt manch eine Herausforderung für das Treasury deutscher Unternehmen. Erfahren Sie mehr auf unserer Themenseite „Cash Management in China“.