China beschränkt auch Dividendenzahlungen

10.05.16 07:57

Die Rückkehr des Trapped Cash in China

Von Desiree Backhaus

China hat im Januar die Kapitalverkehrskontrollen verschärft. Das gesamte Ausmaß der Deregulierung wird für Treasurer erst jetzt erkennbar.

In Schanghai müssen Unternehmen mit der Devisenbehörde SAFE verhandeln, wenn sie Dividenden ins Ausland ausschütten wollen.

China stemmt sich mit Kapitalverkehrskontrollen gegen die Kapitalflucht: Chinesische Tochtergesellschaften, die mehr als 50 Millionen US-Dollar Dividende an ihre ausländische Mutter ausschütten wollen, benötigen dafür die Zustimmung der Devisenbehörde SAFE Schanghai. Diese Vorschrift gilt bereits seit Mitte Januar, rückt aber erst jetzt in den Fokus vieler deutscher Treasurer.

Der Grund: Dokumente für diese neue Vorschrift gibt es keine, die chinesischen Regulierungsbehörden informierten die internationalen Banken lediglich mündlich über diese Änderungen. Beim Finanzsymposium in Mannheim gab ein chinesischer Transaktionsbanker Einblick in die sogenannte „Window Guidance“ der Zentralbank PBoC und der SAFE: Demnach liegt nicht nur das grenzüberschreitende Renminbi Cash Pooling vorläufig auf Eis, auch beim Cash Pooling in Fremdwährung sind derzeit keine Nettoabflüsse von Liquidität erlaubt. Wer dagegen cash-short in China ist und Finanzierungsbedarf hat, darf sich freuen: „Die Foreign Debt Quota, die die Kreditaufnahme deckelt, wurde gelockert“, so der Banker.

Wie deutsche Treasurer darauf reagieren und wann Banker mit einer Aufhebung der Kapitalverkehrskontrollen rechnen, das lesen Sie im aktuellen E-Magazin von DerTreasurer.

Backhaus[at]derTreasurer.de