Körber AG

08.04.20
Cash Management & Zahlungsverkehr

Körber-Treasurer Hühne: „Das war ein hektischer Tag“

Der Technologiekonzern Körber hat kürzlich den brasilianischen Logistikspezialisten Otimis übernommen. Die Bezahlung des Kaufpreises war für das Treasury eine Herausforderung, berichtet Treasury-Chef Andreas Hühne.

Mit M&A-Deals kennt sich Körber aus: Der internationale Technologiekonzern mit Hauptsitz in Hamburg, der 2018 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftete, hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Akquisitionen gestemmt oder Unternehmensteile verkauft.

Als Körber kurz vor Weihnachten 2019 die Mehrheit an dem brasilianischen Logistik-IT-Anbieter Otimis übernahm, war das für die Treasury-Abteilung des Unternehmens also auf den ersten Blick kein Neuland. „Wir haben bei M&A-Deals inzwischen eine gewisse Routine entwickelt“, berichtet Andreas Hühne, der das Treasury-Team bei Körber seit 2014 leitet. „Der Otimis-Deal war hinsichtlich der Kaufpreiszahlung allerdings eine der komplexesten Transaktionen, die wir bisher umgesetzt haben.“

Körber musste Kaufpreis in Real bezahlen

Das lag an gleich mehreren Besonderheiten: „Das Timing war sehr eng, weil die Vertragsunterschrift und der Abschluss des Deals auf denselben Tag fielen“, berichtet Oliver Grab, der die Kaufpreisabwicklung im Treasury-Team bei Körber betreute. Der Kaufpreis musste also unmittelbar in brasilianischen Real bezahlt werden. Konkret handelte es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag in brasilianischen Real.

Das übernehmende Konzerngeschäftsfeld, dessen Führungsgesellschaft im hessischen Bad Nauheim sitzt, hatte bis dato keine Präsenz in Brasilien. Entsprechend verfügte das Geschäftsfeld noch nicht über ein lokales Konto. „Brasilianische Real kann man aufgrund von Kapitalverkehrskontrollen nicht in Deutschland vorhalten“, erklärt Grab. Deshalb habe man geprüft, ob eine Abwicklung über ein anderes Konzernunternehmen in Brasilien sinnvoll sein könnte. „Aus rechtlichen und steuerlichen Gründen haben wir uns aber dagegen entschieden, um die Komplexität nicht weiter zu erhöhen“, sagt Hühne.

Die größte Herausforderung war aus Sicht des Treasury-Chefs jedoch eine andere. Welche es war und wie Körber sie gemeistert hat, lesen Sie im E-Magazin 6-2020.

backhaus[at]derTreasurer.de

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