Forderungen als Ansatzpunkt

12.09.17 09:27

Stiefkind Working Capital Management

Von Markus Dentz

Besonders mittelständische Unternehmen haben noch Nachholbedarf im Working Capital Management. Allerdings holen sie auf, zum Beispiel durch den Einsatz von Factoring.

Gutes Working Capital verbessert viele KPIs.

NicoElNino/iStock/Thinkstock/Getty Images

Gutes Working Capital verbessert viele KPIs.

Working Capital Management ist insbesondere seit der Finanzkrise in die DNA vieler Unternehmen übergegangen. In den Krisenjahren 2008/09, als Kredit- und Kapitalmärkte dysfunktional waren, reduzierten zahlreiche Konzerne erfolgreich Forderungslaufzeiten, verlängerten Zahlungsfristen und optimierten Waren- und Lagerbestände.

Seither hat sich die Finanzierungssituation deutlich entspannt. Dennoch sollte man das Working Capital Management auch in guten Zeiten nicht vernachlässigen, argumentiert eine neue LBBW-Studie. „Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen haben im Vergleich zu den Konzernen oftmals einen größeren Anteil an Forderungen in der Bilanz“, sagt Studienautor Martin Dresp. „Umso größer ist das Optimierungspotential.“ Die Studie untersucht vor allem Unternehmen mit Jahresumsätzen zwischen 5 Millionen und 1 Milliarde Euro.

Anteil der Forderungen bei kleineren Unternehmen höher

In der Analyse zeigt sich, dass der prozentuale Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme bei kleineren Unternehmen tendenziell zunimmt. So steht das Umlaufvermögen bei Dax-Konzernen im Durchschnitt für 34 Prozent der Aktivseite, während bei SDax-Unternehmen der Anteil um mehr als 10 Prozentpunkte darüber liegt. Bei nichtbörsennotierten Unternehmen steht das Umlaufvermögen sogar für deutlich mehr als die Hälfte der Aktivseite.

Wie Unternehmen ihr Working Capital Management verbessern können, erfahren Sie in unserem E-Magazin 17-2017.

Dentz@derTreasurer.de

Mehr zu dem Thema finden Sie auf unserer Themenseite Working Capital managen.