Swift bietet einen neuen Service an.

Swift

13.10.21
Cash Management & Zahlungsverkehr

Swift baut GPI weiter aus

Swift bietet im Rahmen seiner GPI-Initiative Echtzeitvalidierungen von Zahlungen an. Dadurch sollen Kosten sollen reduziert werden. Das verspricht der neue Service.

Der Finanznachrichtenanbieter Swift bietet einen neuen Service im Rahmen der GPI-Initiative an. Konkret geht es um die Echtzeitvalidierungen von Zahlungen. Mit dem neuen Angebot können Banken demnach Zahlungsdetails verifizieren, bevor eine internationale Zahlung angewiesen wird.

„Aktuell laufen 5,2 Prozent aller grenzüberschreitenden Zahlungen nicht reibungslos, weil es Probleme mit den Empfängerinformationen gibt“, sagt Jürgen Marstatt, Deutschlandchef von Swift. Falls die Zahlung also nicht beim Empfänger ankommen kann, weil die Daten falsch sind, muss sich manuell ein Bankmitarbeiter mit der Sache beschäftigen. „Dabei entstehen den Finanzinstituten zusätzliche Kosten in Höhe von 2 Milliarden Euro“, so Marstatt. Er rechnet damit, dass durch den neuen Swift-Service 65 Prozent dieser fehlerhaften Zahlungen und der damit zusammenhängenden Kosten reduziert werden können.
 

Neuer Swift-Service: Vorteile für Treasurer

Der für Treasurer kostenlose Service ist seit Juli aktiv. Seither haben sich weltweit rund 50 Banken für das Programm angemeldet. Dazu gehören führende europäische sowie deutsche Banken. Neun dieser Banken haben den Service implementiert und sind in einer „Testphase“, zwei Banken sind bereits live. "“Bei großen Banken ist die Einführung natürlich etwas komplexer“, sagt Marstatt im Hinblick darauf, bis wann der neue Service in der Breite eingeführt wird. Technisch funktioniert das jüngst gestartete Angebot über APIs.

Seit der 2015 ins Leben gerufenen GPI-Initiative konnte Swift bereits den Payment-Tracker vollständig etablieren. Seit 2020 ist es Pflicht für die Banken, den Tracker zu unterstützen. Für das neue Produkt erwartet Deutschlandchef Marstatt eine schnelle Erfolgsgeschichte: „Ich gehe davon aus, dass die Kunden beziehungsweise die Treasurer den Vorteil sehen und durch eine entsprechende Nachfrage bei den Banken für einen gewissen Druck sorgen, den Service anzubieten.“

Die Vorteile für Treasurer sind dabei zum einen, dass sie sehen können, welche Zahlungen wirklich ankommen. Zum anderen können sie sich auch vergewissern, dass ausgehende Zahlungen beim richtigen Empfänger ankommen, und sich somit auch vor Betrug (falscher Zahlungsempfänger) schützen. Die Implementierung des Services geht „schnell“, so Marstatt. Corporates können den Service dann auch über ihr TMS nutzen. Coupa und TIS haben die Funktion bereits integriert, SAP soll bald folgen. Als Nächstes stehen bei dem Finanznachrichtenanbieter weitere Projekte im Bereich API und Echtzeitverarbeitung an, die die Genossenschaft derzeit evaluiert.

s.backhaus[at]dertreasurer.de