Foto: Irina Sharnina - stock.adobe.com

27.10.23
Cash Management & Zahlungsverkehr

Working Capital ist zurück auf der Agenda

Die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer in den Unternehmen steigt. Manche Branchen sind deutlich stärker betroffen als andere.

Das Working Capital Management hat spätestens seit der Zinswende wieder an Bedeutung gewonnen. Exemplarisch zeigt sich das an der gestiegenen durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer, wie der „Working Capital Report“ von Deloitte offenlegt. Untersucht wurden die 167 umsatzstärksten deutschen Mittelständler mit einem Umsatz zwischen 7 Millionen und 280 Milliarden Euro. Zusätzlich wurden 1.100 Unternehmensvertreter befragt.

Der Cash-to-Cash-Zyklus, also die Dauer der Kapitalbindung im Nettoumlaufvermögen, lag demnach in den vergangenen sechs Jahren zwischen 62 und 65 Tagen, im Jahr 2022 wurde mit 67 Tagen ein Höchstwert geknackt (Vorjahr: 63 Tage). Die Hauptursache für das lange Zeitfenster sind laut der Studie Lagerbestände, die aufgebaut wurden, um auch für den Fall unterbrochener Lieferketten lieferfähig zu bleiben. 

Gewisse Branchen besonders betroffen

Die Kennziffer „Days Inventory Outstanding“ (DIO), also die Verweildauer von Vorräten, die im Unternehmen vorgehalten werden, ist in den vergangenen fünf Jahren konstant gestiegen – von 46 auf 58 Tage, wie die Umfrage zeigt. Zu den Branchen, deren Lagerreichweiten – also die Kennzahl, wie lange Lagerbestände reichen, um bestehende Aufträge zu erfüllen – von 2019 und 2022 besonders angestiegen seien, zählten unter anderem Elektronik und E-Technik (DIO+9 Tage), Konsumgüter (DIO+11 Tage) und Autozulieferer (DIO+16 Tage). 

Jedoch hätten manche Branchen die erhöhte DIO durch kürzere „Days Sales Outstanding“ (DSO) oder längere „Days Payables Outstanding“ (DPO) kompensieren können.

Dies ist nur ein Auszug. Den gesamten Artikel lesen Sie im DerTreasurer E-Magazin.