Payment Tracker soll Treasurern helfen

06.12.16 10:30

Zahlungsverkehr: Swift startet erstes GPI-Produkt

Von Desiree Backhaus

Der Finanznachrichtendienstleister Swift treibt seine Global Payments Innovation (GPI) Initiative voran. Mit dem Payment Tracker kommt jetzt das erste Produkt auf den Markt. Wie sehr Treasurer von der neuen Transparenz profitieren, das entscheiden die Banken.

luamduan/iStock/Thinkstock/Getty Images

Vor einem Jahr hat der Finanznachrichtendienstleister Swift seine Global Payments Innovation (GPI) Initiative ins Leben gerufen. Deren Ziel ist die Etablierung einheitlicher Standards im Korrespondenzbankengeschäft, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr für Firmenkunden zu vereinfachen und zu beschleunigen. Jetzt kommt das erste GPI-Produkt auf den Markt: Swift hat einen Tracking-Dienst entwickelt, der den aktuellen Status einer Zahlungstransaktion von der Aussendung bis zur Bestätigung der Gutschrift offenlegt.

Seit Ende November haben 21 am Pilotprojekt teilnehmenden Banken über eine Nutzerschnittstelle Zugang zum Tracker, wie Swift auf Anfrage von DerTreasurer erklärte: „Die Banken fassen dann die Informationen über den Status von GPI-Zahlungen zusammen und geben sie über ihre Kanäle weiter an ihre Kunden“, sagt Wim Raymaekers, Programme Director für GPI sowie Head of Banking and Treasury Markets, Marketing bei Swift. Noch in diesem Jahr soll der Service auf alle 91 Banken der Initiative ausgerollt werden. Sie wickeln Zahlungen in 224 Ländern ab und stehen für 75 Prozent des grenzüberschreitenden Swift-Verkehrs. 

Mehr Straight-Through-Processing im Zahlungsverkehr

Der Tracker erfasst alle Zahlungen, die auf Basis der neuen Service Level Agreements abgewickelt werden. Voraussetzung ist also, dass die Banken die GPI-Standards tatsächlich einhalten. Dazu haben sich zwar alle Teilnehmer verpflichtet, trotzdem will Swift dies überprüfen: Zu den weiteren GPI-Produkten, die 2017 auf den Markt kommen, gehört unter anderem ein SLA-Observer. „Zudem entwickeln wir einen Satz zusätzlicher optionaler GPI-Services“, erklärt Raymaekers. Dazu gehöre etwa eine digitale Informationsebene zur Übermittlung der Daten von Großbetragszahlungen, einen internationalen „Zahlungsassistenten“ zur weiteren Verbesserung des Straight-Through-Processing am Ausgangspunkt und die Möglichkeit zur Stornierung von Zahlungen. Mehr Transparenz und Effizienz ist das Ziel, um mit Fintech-Angeboten mitzuhalten.

Backhaus[at]derTreasurer.de

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