Viele Unternehmen zögern bei mobilen Freigabeverfahren

02.02.12 13:43

Zurückhaltend mobil

Von Sabine Reifenberger

Der Hype bleibt aus. Viele Treasurer stehen mobilen Zahlungsverkehrslösungen immer noch skeptisch gegenüber. Vor allem bei der Sicherheit gibt es Bedenken.

In vielen Unternehmen gibt es nach wie vor Bedenken gegenüber mobilem Zahlungsverkehr.

Fotalia

In vielen Unternehmen gibt es nach wie vor Bedenken gegenüber mobilem Zahlungsverkehr.

Mobile Zahlungsverkehrslösungen scheinen ein Trend bei Entwicklern zu sein. Verfahren, bei denen Zahlungen über einen Tablet-PC oder ein Smartphone vom Flughafen oder vom Konferenzraum aus getätigt werden können, sind im Repertoire vieler Anbieter mittlerweile fast schon Standard. Aber kommt der Trend überhaupt bei den Nutzern an? In vielen Unternehmen gibt es nach wie vor Bedenken bei mobilen Freigabeverfahren. „Keiner unserer Kunden hat bisher den Wunsch geäußert, Zahlungen außerhalb des Unternehmens freigeben zu wollen“, sagt Martin Schneider, CEO des Schweizer Cash-Management-Beratungshauses Tomato AG.

Viele Treasurer fürchten nach wie vor, ihre Daten könnten im mobilen Verfahren nicht sicher sein. Zwar betonen die Anbieter regelmäßig die hohen Sicherheitsstandards, ganz zerstreuen konnten sie die Bedenken der Anwender bislang aber nicht. Zwar haben Umfragen gezeigt, dass auch die große Mehrheit der Financial Professionals davon ausgeht, dass sich mobile Zahlverfahren künftig in der Wirtschaft etablieren werden. Den Anfang machen will bislang allerdings kaum einer. „Die Unternehmen reagieren abwartend“, beobachtet Schneider. Im Vergleich zu einem ersten Hype um mobile Zahlungen zur Jahrtausendwende räumt er der Technologie allerdings diesmal größere Chancen ein: „Damals waren mobile Zahlungen ein visionärer Ansatz, über den man sprach, aber der dann wieder verschwand. Diesmal wird sich das Thema dauerhaft weiterentwickeln.“

Reifenberger[at]derTreasurer.de