Alstria refinanziert syndizierten Kredit frühzeitig

Alstria

25.09.13
Finanzen & Bilanzen

Alstria refinanziert syndizierten Kredit frühzeitig

Das Büroimmobilienunternehmen Alstria hat einen syndizierten Kredit vorzeitig refinanziert – und zwar zu deutlich besseren Konditionen wie es heißt.

Das Büroimmobilienunternehmen Alstria hat die Gunst der Stunde genutzt und einen syndizierten Kredit zwei Jahre vor Fälligkeit refinanziert. Der Kredit im Volumen von 544 Millionen Euro läuft sieben Jahre und ersetzt ein Darlehen, das erst am 20. Juli 2015 fällig geworden wäre. Rund 30 Prozent des neuen Darlehens unterliegen einer variablen Zinsvereinbarung, die restlichen 70 Prozent des Kredits haben einen fixen Zins. Die Konditionen haben sich verbessert, heißt es seitens des Unternehmens.

Alstria will mit realisierten Gewinnen Verschuldungsgrad verringern

Durch die jetzige Refinanzierung reduzieren sich die Finanzierungskosten von Alstria im syndizierten Kredit von derzeit 4,3 Prozent auf etwa 3,7 Prozent ab Mitte 2015. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten insgesamt fallen Unternehmensangaben zufolge in rund zwei Jahren auf 3,4 Prozent. Mit diesen zusätzlich realisierten Gewinnen will Alstria seinen Verschuldungsgrad weiter verringern. Die UniCredit hat das neue Darlehen arrangiert. Dem Konsortium gehören daneben die Berlin-Hannoversche Hypothekenbank, die HSH Nordbank und die Helaba an. Bis zum Jahr 2018 hat Alstria nun keinen größeren Finanzierungsbedarf mehr.

Damit steht das im SDAX notierte Unternehmen Alstria besser da als seine größeren Konkurrenten. Gagfah macht langsam Fortschritte bei der Refinanzierung aller 2013 fälligen Schulden (vgl. DerTreasurer 10/2013). Der MDAX-Konzern hat in diesem Jahr eine milliardenschwere Blockrefinanzierung zu stemmen und schon seit Jahren nach einer Anschlussfinanzierung für die in diesem Jahr fälligen zwei großen Jumbo-Kredite gesucht. Auch die Immobiliengesellschaft Deutsche Annington konnte sich im vergangenen Jahr zwar nicht frühzeitig, aber noch rechtzeitig refinanzieren. Beim hochverschuldeten Immobilienkonzern IVG ist das Thema Finanzierung weniger glimpflich zu Ende gegangen. Die Bonner mussten Ende August das Schutzschirmverfahren beantragen, weil sich die verschiedenen Gläubigergruppen nach wochenlangen Restrukturierungsverhandlungen nicht einigen konnten.

Paulus[at]derTreasurer.de