Die Deutsche Bank hat Ram Nayak und Mark Fedorcik zu neuen Co-Chefs der Investmentbank ernannt. Im Vorstand sitzen die beiden Manager aber nicht.

Deutsche Bank

14.05.18
Finanzen & Bilanzen

Deutsche Bank stellt CIB personell neu auf

Die Deutsche Bank treibt ihren personellen Umbau im Investmentbanking voran. Vor allem in der zweiten Führungsebene sind die Neuerungen klar erkennbar.

Der Umbau des Corporate und Investmentbankings (CIB) der Deutschen Bank schreitet voran. Das größte deutsche Geldhaus hat nun die zweite Führungsebene der Unternehmens- und Investmentbank neu besetzt.

So werden ab sofort unterhalb des Vorstands Ram Nayak und Mark Fedorcik das Investmentbanking als Co-Präsidenten leiten, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte die Informationen auf Nachfrage von DerTreasurer.

Nayak und Fedorcik berichten an Garth Ritchie, der im Vorstand der Deutschen Bank das CIB-Segment verantwortet. Der ehemalige Co-Chef des Investmentbankings Marcus Schenck hatte die Deutsche Bank im Zuge des Umbaus verlassen.

Ram Nayak verantwortet CIB-Strategie

Die Aufgabenteilung ist klar: Nayak soll künftig das Risikomanagement, den Einsatz von Ressourcen und die strategische Ausrichtung verantworten. Der Banker ist seit 2009 für das Geldhaus tätig und verantwortete zuletzt den Aktienhandel der Deutschen Bank aus London heraus. Hier wird er durch Ioannis „John“ Pipilis ersetzt.

Der neue Co-Chef Mark Fedorcik, der zuletzt als Co-Head des CIB in der Region „Americas“ agierte, wird in seiner neuen Position indes das Geschäft mit US-amerikanischen Unternehmenskunden verantworten. Die europäischen Firmenkunden betreut weiterhin Alasdair Warren.

Speziell die Aufgabe des neuen US-CIB-Chef Fedorcik dürfte mit schwierigen Verhandlungen einhergehen. Denn die Deutsche Bank will unter ihrem neuen Chef Christian Sewing, der im April John Cryan abgelöst hat, Kosten einsparen.

Deutsche Bank verkleinert CIB-Führung

Das Geldhaus durchleuchtet vor allem seine Aktivitäten in Nordamerika nach Einsparmöglichkeiten. Insbesondere das US-Wertpapierhandelsgeschäft soll deutlich verkleinert werden. Die Veränderungen dürften mit erheblichen Personaleinsparungen einhergehen. Ihre Niederlassung an der Wall Street will die Bank in drei Jahren aufgeben und in die Nähe des Central Parks umziehen. Die neue US-Zentrale hat 30 Prozent weniger Bürofläche.

Die Deutsche Bank will im Zuge der Sparbemühungen zudem ihre erste und zweite Führungsebene verkleinern, damit das als behäbig geltende Geldhaus schneller Entscheidungen treffen kann, so der Wunsch des CIB-Chefs Ritchie. Erste Erfolge sind erkennbar: Bestand die CIB-Führungsmannschaft vor kurzem noch aus 30 Managern, sind es nun weniger als 20.

Eich[at]derTreasurer.de

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