Die Deutsche Telekom hat US-Anleihen platziert – und damit Geld gespart.

Deutsche Telekom

26.09.16
Finanzen & Bilanzen

Deutsche Telekom platziert Dollar-Bonds über 2,75 Milliarden

Die Deutsche Telekom hat eine neue Milliardenanleihe begeben. Telekom-Treasurer Markus Schäfer spricht über die neue Dollar-Emission.

Die Deutsche Telekom hat zum  zweiten Mal in diesem Jahr mehrere Milliarden am Bondmarkt eingesammelt. Diesmal wagte sich der Konzern allerdings an eine Emission in den USA. Insgesamt 2,75 Milliarden Dollar hat das Telekommunikationsunternehmen eingesammelt. Die Emission besteht aus vier Tranchen mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die dreijährige Anleihe teilt sich in eine fest- und eine variabel verzinste Tranche. Die variable Tranche wird mit 45 Basispunkten über dem 3-Monats-Libor verzinst. Die restlichen Kupons liegen zwischen 1,5 und 2,485 Prozent.

Das Timing war bei der Transaktion besonders entscheidend, sagt Markus Schäfer, Vice President des Group Treasury bei der Telekom. „Durch eine  besonders günstige Konstellation im Zins-Währungsgefüge hat sich am US- Markt ein gutes Zeitfenster geöffnet“. Dadurch konnte sein Team die Bonds zu Konditionen platzieren, die noch  einmal deutlich unter den Finanzierungsbedingungen am Euro-Markt lagen. „Insgesamt haben wir auf diesem Weg rund 15 Millionen Euro gespart“, sagt Schäfer.

Telekom-Treasury diversifiziert Investorenschaft durch US-Anleihen

Der Arbeitsaufwand für sein Team war dafür allerdings deutlich höher als bei Euro-Bonds, die über ein EMTN-Programm begeben werden können. Für die US-Emission musste ein separater Anleiheprospekt erstellt werden. „Die umfangreiche Dokumentation – von der Beschreibung  unseres Unternehmens bis hin zu den Risikofaktoren – ist sehr aufwendig“,  beschreibt Schäfer den fünf Wochen langen Prozess. Das letzte Mal hatte die Telekom 2012 einen Bond am US-Markt platziert.

Der Mehraufwand hat sich aus Schäfers Sicht aber nicht nur aus Kostengründen gelohnt: „Wir wollten mit dem Bond auch unsere Investorenbasis verbreitern“. Neben dem Who is Who der amerikanischen institutionellen Investoren hätten auch namhafte US-Corporates bei den Papieren zugegriffen. Die neuen Mittel will der Konzern für die allgemeine Unternehmensfinanzierung verwenden und möglicherweise auch einige ausstehende Commercial Paper refinanzieren.

Koegler[at]derTreasurer.de

Bleiben Sie über Trends im Cash Management, Updates bei der Treasury-Software, Treasurer-Wechsel und alle andere News auf dem Laufenden – mit unserer Xing-Gruppe.