Mit Auslaufen des Kaufprogramms

22.12.17 09:00

EZB-Anleihekäufe: Profiteure bald Verlierer?

Von Antonia Kögler

Die EZB ist zu einem dominanten Player am Corporate-Bondmarkt geworden. Die Unternehmen die jetzt am meisten von ihr profitieren, könnten am Ende mit den stärksten Auswirkungen zu kämpfen haben.

Bei einigen Unternehmen dürfte die EZB besonders stark engagiert sein. Was passiert, wenn die Zentralbank sich zurückzieht?

Anastazzo/iStock/Thinkstock/Getty Images

Bei einigen Unternehmen dürfte die EZB besonders stark engagiert sein. Was passiert, wenn die Zentralbank sich zurückzieht?

Die EZB ist seit Juni 2016 zu einem dominierenden Faktor am Corporate-Bondmarkt geworden. Sie hält durch ihr Corporate Sector Purchase Programme (CSPP) mittlerweile rund 130 Milliarden Euro an Unternehmensanleihen. Welche Corporate Bonds sie hält, wird öffentlich gemacht, allerdings nicht in welchem Umfang sie beteiligt ist. Wolfgang Bauer, Fondsmanager bei dem Assetmanager M&G, geht in einer aktuellen Analyse davon aus, dass die EZB die Papiere proportional zu ihrem ausstehenden Volumen kauft.

Welche Emittenten am meisten profitiert haben

Daraus ergibt sich, dass die folgenden Unternehmen wohl am meisten von den Käufen der EZB profitiert haben: Auf Platz 1 der Profiteure befindet sich der internationale Getränkekonzern AB InBev. Am zweitstärksten dürfte der deutsche Autokonzern Daimler gewonnen haben. Ihm folgen der französische Stromerzeuger EDF, der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica und der italienische Energiekonzern Eni. Unter den Top 10 befinden sich laut M&G noch weitere deutsche Emittenten: BMW, VW und die Deutsche Telekom.

Mit welchen Auswirkungen der Experte rechnet, wenn das Kaufprogramm denn einmal ausläuft, das erfahren Sie im aktuellen E-Magazin von DerTreasurer.

Koegler[at]derTreasurer.de