Heidelberg Cement schließt eine neue Finanzierung mit besseren Konditionen ab.

HeidelbergCement

26.01.18
Finanzen & Bilanzen

Heidelberg Cement schließt Kredit über 3 Milliarden Euro ab

Heidelberg Cement hat einen neuen syndizierten Kredit abgeschlossen. Die Konditionen konnte der Baustoffkonzern im Vergleich zum vorherigen Kredit deutlich verbessern.

Der Baustoffkonzern hat eine neue syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von 3 Milliarden Euro abgeschlossen. Das revolvierende Darlehen löst die bisherige Kreditlinie ab, die im Februar 2019 ausgelaufen wäre. Der Kredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren, kann aber zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden.

Für Heidelberg Cement fungiert der Konsortialkredit als Liquiditätsreserve. Die Linie kann für Barziehungen und Avale in Euro und in anderen Währungen genutzt werden. 20 Banken haben als Bookrunner und Mandated Lead Arranger agiert. Die Deutsche Bank war als Dokumentationsagent und Facilty Agent beteiligt.

Heidelberg Cement konnte den Kredit zu deutlich besseren Konditionen abschließen: Um rund 20 bis 35 Basispunkte je nach Verschuldungsgrad wurde die Kreditmarge gesenkt. Der Vorstandsvorsitzende spricht von „historisch günstigen Konditionen“.

Heidelberg Cement profitiert von Investmentgrade-Rating

Heidelberg Cement profitiert bei dem neuen Abschluss davon, dass es seit Ende 2016 mit Investmentgrade bewertet wird. Moody’s sieht das Langfrist-Rating des Unternehmens bei Baa3, bei Fitch und S&P liegt die Bewertung bei BBB-. Durch den Aufstieg in das Premiumsegment konnte das Unternehmen die Konditionen und Bedingungen im Vergleich zum vorherigen Kreditabschluss deutlich verbessern.

Ein Grund für den Aufstieg ins Investmentgrade war das gestärkte Unternehmensprofil nach der 2016 abgeschlossenen Übernahme von Italcementi. Während der Kredit als Liquiditätsreserve dient, hat sich Heidelberg Cement im vergangenen Jahr über den Kapitalmarkt Mittel für die allgemeine Unternehmensfinanzierung besorgt. Das Unternehmen platzierte drei Euro- Anleihen unter seinem 10 Milliarden Euro umfassenden EMTN-Programm. Insgesamt sammelten die Heidelberger so 2,25 Milliarden Euro ein.

Koegler[at]derTreasurer.de

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