Dritte Unternehmensanleihe des Baukonzerns

11.06.14 08:00

Hochtief platziert ungeratete Anleihe

Von Sabine Paulus

Es ist die dritte Anleihe für den Baukonzern Hochtief: Das Wertpapier über 500 Millionen Euro ist mit einem Kupon von 2,625 Prozent ausgestattet – für Hochtief die bislang günstigste Anleihe. Rudolf Bräunig, Leiter der Abteilung Konzernfinanzen von Hochtief, sieht die günstige Verzinsung aber nicht nur im guten Marktumfeld begründet.

Hochtief platziert ungeratete Anleihe

Hochtief

Der Baukonzern Hochtief begibt seine dritte nicht geratete Anleihe.

Der Baukonzern Hochtief hat seine bislang günstigste Anleihe platziert. Der fünfjährige Bond über 500 Millionen Euro wird mit 2,625 Prozent p.a. verzinst. Noch vor zwei Jahren hatte der Essener Konzern für eine ebenfalls fünfjährige Anleihe über 500 Millionen Euro einen Kupon von 5,5 Prozent bieten müssen.

Der neue Bond kommt, wie die beiden anderen von Hochtief in den Jahren 2012 und 2013 platzierten Anleihen, ohne die Note einer Ratingagentur daher. Hochtief prüft zwar immer wieder, ob ein Rating für Finanzierungsinstrumente in Frage kommt. Eine Notwendigkeit dafür existiert zurzeit aber nicht: „Die Nachfrage auf den Kapitalmärkten nach unseren nicht gerateten Papieren ist unverändert positiv, so dass wir uns bislang nicht für ein Rating entschieden haben“, sagt Rudolf Bräunig, Leiter der Abteilung Konzernfinanzen von Hochtief.

Hochtief nutzt günstiges Marktumfeld für Anleihe

Rudolf Bräunig, Leiter der Abteilung Konzernfinanzen von Hochtief, sieht die günstige Verzinsung der Anleihe nicht nur im guten Marktumfeld begründet.

Rudolf Bräunig

Der Zeitpunkt der Emission für Hochtief war günstig, denn institutionelle Investoren suchen zurzeit händeringend nach Anlagemöglichkeiten mit jedem noch so kleinen Rendite-Pickup. Besonders gefragt sind dabei liquide Anleihen mit Benchmark-Volumen. Das Orderbuch der Hochtief-Anleihe lag bei fast 2,3 Milliarden Euro und war damit um mehr als das Vierfache überzeichnet.

Neben dem guten Marktumfeld dürfte Hochtief bei der Emission geholfen haben, dass dies schon die dritte Anleihe ist, die der Baukonzern aufgelegt hat. „Die positive Kursentwicklung unserer bereits begebenen Anleihen trug als Pricing-Referenz erheblich zu den günstigen Konditionen hinsichtlich Kupon- und Emissionsrendite bei“, ist Bräunig überzeugt.

Mit dem Emissionserlös will der Baukonzern bestehende Verbindlichkeiten ablösen und den Rest für generelle Unternehmenszwecke nutzen. Commerzbank, ING, RBS und UniCredit Bank agierten als Joint Lead Manager/Bookrunner. Die Bayerische Landesbank war als Co Lead Manager im Boot.

Kurz zuvor hatte Hochtief schon eine bestehende Bar- und Avalkreditlinie im Umfang von 2 Milliarden Euro vorzeitig bis April 2019 verlängert und sich dabei deutlich bessere Konditionen gesichert. Zu deren konkreter Ausgestaltung äußerte sich Hochtief jedoch nicht.

Paulus[at]derTreasurer.de