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09.07.13 08:12

K+S refinanziert syndizierte Kreditlinie vorzeitig und stockt sie auf

Von Sabine Paulus

Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat seine bis 2015 laufende Kreditlinie frühzeitig refinanziert und gleichzeitig aufgestockt.

K+S refinanziert syndizierte Kreditlinie vorzeitig und stockt sie auf.

K+S

K+S erneuert seine syndizierte Kreditlinie frühzeitig und erhöht sie bei der Gelegenheit auch.

Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat seine bis 2015 laufende Kreditlinie über 800 Millionen frühzeitig refinanziert. Dabei haben die Kasseler die Gelegenheit genutzt, die Linie zu erhöhen. Die neue Kreditlinie in Höhe von 1 Milliarde läuft fünf Jahre, zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr sind im Vertrag eingeschlossen. Damit liegt K+S im Laufzeitenspektrum auf dem derzeit marktüblichen Niveau. „Die vorzeitige Erneuerung und Erhöhung der Kreditlinie zu attraktiven Konditionen ist ein klarer Beweis für die Finanzkraft von K+S“, sagt Burkhard Lohr, Finanzvorstand des DAX-Konzerns. Die Kreditlinie ist im Kreis von 15 Banken unter der Führung  von UniCredit gemeinsam mit BNP Paribas, der Société Générale und der Royal Bank of Scotland platziert worden.

Der Salzkonzern will das neue Darlehen neben allgemeinen Unternehmenszwecken insbesondere auch für die Finanzierung für das „Legacy“ genannte Kaliwerk in Kanada einsetzen. Im April hatte K+S überraschend mitgeteilt, dass der Aufbau des neuen Kaliwerks in der kanadischen Provinz Saskatchewan statt der bislang veranschlagten 3,25 Milliarden kanadische Dollar nun 4,1 Milliarden Dollar (rund 3 Milliarden Euro) kosten würde. Den bis 2016 laufenden Aufbau des neuen Kaliwerks will K+S nun durch die vorhandenen flüssigen Mittel, künftige Cashflows, und gegebenenfalls durch weiteres Fremdkapital finanzieren.

Schon einige Tage zuvor hatte K+S-Vorstandschef Norbert Steiner im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland erklärt, das Legacy-Projekt mit eigenen Mitteln, Krediten oder eventuell mit einer neuen Unternehmensanleihe finanzieren zu wollen. Bereits damals hatte Steiner gesagt, die bis 2015 laufende Kreditlinie könne K+S „aufgrund des günstigen Zinsniveaus“ auch noch umschulden oder die Laufzeit verlängern. Sollten diese Kreditlinien nicht ausreichen, werde K+S prüfen, ob eine weitere Fremdkapitalmaßnahme wie etwa ein Bond oder ein Schuldscheindarlehen nötig wäre. Auch weitere bilaterale Kreditlinien wollte der Vorstandschef damals nicht ausschließen.

Paulus[at]derTreasurer.de