Die Staatsbank KfW hat die Zahlen des 1. Quartals 2015 genannt.

Kfw-Bildarchiv / Rüdiger Nehmzow

29.05.15
Finanzen & Bilanzen

KfW: weniger Zusagen der Mittelstandsbank

Die KfW hat im ersten Quartal 2015 ihr Fördervolumen gesteigert. Besonders internationale Finanzierungen stehen hoch im Kurs, dafür fragen Mittelständler weniger Gelder nach.

Im ersten Quartal hat die Staatsbank KfW ihr Fördervolumen von 13,9 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 17,4 Milliarden Euro gesteigert. Das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent. Treiber des Wachstums sind vor allem die Förderaktivitäten im internationalen Bereich, die sich von 3,8 Milliarden auf 7,6 Milliarden Euro verdoppelt haben.

Der größte Teil der vergebenen Gelder entfiel dabei auf die von der Ipex-Bank vergebenen Export- und Projektfinanzierungen. „Der aktuelle Trend, dass sich unser Zusagevolumen vom Inland hin zum Ausland verschiebt, hat sich in den ersten drei Monaten fortgesetzt“, kommentiert KfW-Chef Ulrich Schröder.

Vor allem der Bereich Luftfahrt und Schienenverkehr hat profitiert und erhält 1 Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Auch im Sektor Industrie und Services gab es durch einige großvolumige Förderungen im Bereich Telekommunikation und Infrastruktur einen starken Anstieg. Im Gegensatz dazu ist das Inlandsengagement der Förderbank im ersten Quartal 2015 leicht zurück gegangen und liegt bei 9,8 Milliarden Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 10 Milliarden Euro.

Darlehen im Inland gehen leicht zurück

Im Einzelnen zeigt sich vor allem bei der Mittelstandsbank ein deutlich geringeres Volumen an Neugeschäft als im Vorjahreszeitraum. Die Zusagen lagen bei 3,7 Milliarden Euro, während es im vergangenen Jahr noch 5,1 Milliarden Euro waren. Mittelständler greifen bei Investitionen derzeit verstärkt auf eigene Geldbestände zurück. Als Reaktion darauf hat die Bank die Endkreditnehmerzinssätze gesenkt, um die Konditionen attraktiver zu machen. Ob dies zu einem Anziehen der Nachfrage führen wird, ist noch nicht klar. Gegen Ende April habe sich ein positiver Trend abgezeichnet.

Auch im Bereich Gründung und allgemeine Unternehmensführung gab es einen leichten Rückgang. Nur noch 2,1 Milliarden Euro wurden vergeben, 0,6 Milliarden weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang beruht auf einer geringeren Nachfrage nach Mitteln zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung, der Bereich Gründungen blieb auf dem Vorjahresniveau.

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