Kion löst Blockfälligkeiten nach dem IPO.

Kion

23.07.13
Finanzen & Bilanzen

Kion verbessert Finanzstruktur

Der Gabelstaplerhersteller Kion optimiert seine Finanzstruktur nach dem IPO. Mit dem Erlös aus dem Börsengang löst CFO Thomas Toepfer langfristige Bankkredite vollständig ab. Damit sind die Blockfälligkeiten nach der Abspaltung von Linde gelöst.

Nachdem es Kion Anfang Juli an die Börse geschafft hat, verbessert der Gabelstaplerhersteller jetzt seine Finanzierungsstruktur. Damit  will Kion den finanziellen Grundstein für seine weitere globale Expansion  legen, sagte CFO Thomas Toepfer in einer Mitteilung. Die Wiesbadener lösten so die bestehenden langfristigen Bankdarlehen aus der Akquisitionsfinanzierung mit 1,08 Milliarden Euro vollständig ab.

Die Rückzahlung erfolgt laut Kion aus Erlösen des IPOs und der Kapitalerhöhung durch Weichai Power, die im Rahmen des Börsengangs durchgeführt wurde. Hinzu kommen bestehende Barreserven und Mittel einer neuen revolvierenden Kreditlinie. Die neue revolvierende Kreditlinie hat eine Höhe von 995 Millionen Euro bis 2018. Daraus will Kion rund 175 Millionen Euro in Anspruch nehmen, um variabel verzinsliche Unternehmensanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2018 abzulösen.

Neben der Ablösung dieser Anleihen soll auch noch ein Gesellschafterdarlehen gewandelt werden. Letzteres mussten die  Altgesellschafter KKR und Goldman Sachs in den Wirren der Finanzkrise stellen, um Kion zu stabilisieren. Der Weltmarktzweite war durch die Wirtschaftskrise in Schieflage geraten, im Sommer 2009 musste Kion mit seinen 250 Gläubigern neue Kreditbedingungen verhandeln und ein PIK-Darlehen der Eigentümer über 100 Millionen Euro in Anspruch nehmen (Der Treasurer 15|2009).

Außerdem umfasst die langfristige Fremdfinanzierung des Unternehmens noch besicherte Unternehmensanleihen mit einem Volumen über 325 Millionen Euro mit Fälligkeit im Jahr 2018 und über 650 Millionen Euro mit Fälligkeit im Jahr 2020. Der Gabelstaplerhersteller kann sich nach dem geglückten IPO auch über eine deutlich versbesserte Bonitätsnote freuen. Moody‘s hat das  Rating von Kion am 2. Juli 2013 um drei Stufen auf Ba3 hochgestuft. Am 5. Juli 2013 folgte Standard & Poor‘s und  setzte das Rating auf BB- mit positivem Ausblick. Beide Agenturen honorieren damit die neue Finanzierungsstruktur des Wiesbadener Unternehmens. Die Blockfälligkeiten nach der Abspaltung von Linde im Jahr 2006 sind damit gelöst.

Meves[at]derTreasurer.de